Dracula – Das Musical

Ich habe endlich mal wieder ein Musical besucht. Ein mir völlig unbekanntes Stück. Dracula. In solchen Fällen besuche ich das Stück meistens, ohne vorher die Musik zu hören. Ich war also sehr gespannt auf diesen ersten Eindruck und wurde nicht enttäuscht.

Die Show

Da sich das Musical am Roman von Bram Stoker orientiert, sollten die Geschichte und auch die wichtigsten Protagonisten bekannt sein. Neu ist das ganze mit Musik für mich. Wir reden hier ja von Dracula und nicht dem Tanz der Vampire. Es geht um Liebe, Verführung und Blut. Etwas sexy, etwas Rock und dazu teilweise sehr komplexe Gesangsparts. Das Stück ist absolut unterhaltsam, auch wenn es etwas anders als viele Musicals ist. Mir hat diese Kombination unheimlich gut gefallen.

Das Ganze wird durch einen wirklich guten Cast abgerundet.

Dracula: Thomas Borchert und Vampirbräute © Susanne Brill

Thomas Borchert als Dracula ist ein absoluter Profi. Nicht nur als Vampir, den er auch im Tanz der Vampire schon gespielt hat. Er hat eine unheimlich ausdrucksstarke Stimme, die prima zur Rolle passt.

Auch Roberta Valentini (Mina Murray), Patrick Stanke (Prof. Abraham van Helsing), John Davies (Renfield) haben mir in Ihren Rollen sehr gut gefallen.

So richtig beeindruckt bin ich von Valerie Luksch in der Rolle der Lucy Westenra. Sie hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Stimmlich, wir auch darstellerisch ein Highlight. Was auch das Premierenpublikum zu würdigen wusste.

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Dracula: Patrick Stanke, Valerie Luksch und Ensemble © Susanne Brill

Schön ist auch, dass einige der Darsteller in München ausgebildet wurden. Die Theaterakademie August Everding schafft hier wirklich reichlich erfolgreichen Nachwuchs heran.

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Premiere und Premierenparty im Deutschen Theater

Nach so langer Zeit wieder eine Premiere zu besuchen war toll, aber auch irgendwie ungewohnt. Was deutlich aufgefallen ist, es haben Menschen gefehlt. Das Publikum war reduziert. Es war nicht leer, aber es waren noch Plätze frei. Auf der Premierenparty hat es sich dann auch sehr schnell gelichtet. Das war vor der Pandemie anders. Ja, die Pandemie hat unser Leben verändert. Auch ich bin vorsichtig geworden. Ich kalkuliere die Risiken und vermeide sie, wo es geht. Kultur und ein soziales Leben möchte ich nicht missen und daher gehe ich auf Veranstaltungen. Im Notfall, wenn es eng und voll ist, gehe ich mit Maske. Sollen alle gerne schauen. Kenne ich schon aus dem Supermarkt.

Mir fällt dazu ein Zitat ein, welches mein Chef letztens geteilt hat: Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben.

Ich möchte da noch ergänzen: Und wenn das Publikum sich fürchtet, stirbt die Kultur.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich hier aufrufen kann, besucht wieder mehr Veranstaltungen. Ja ich kann. Weil wir Menschen mehr brauchen als unsere 4 Wände und einen kleinen Kreis vertrauter Menschen. Wer den hat ist ja heute schon gut dran. Wir brauchen soziale Kontakte, andere Menschen.

Ja, wir haben echt schwierigen Zeiten. Wir sollten trotzdem leben, so gut es für jeden geht. Also geht wieder mehr raus und passt dabei auf euch auf.

Fazit in Orange

Ich mag den singenden Dracula. Das Ensemble ist stark besetzt, das Stück nimmt Song für Song Fahrt auf. Ich hatte einen wunderbaren Abend. Den könnt Ihr bis zum 13.11.2022 selbst noch im Deutschen Theater erleben.

Also liebe Leser:innen geht raus. Schaut euch Dracula an. Trefft Menschen. Lebt.

Und habt bitte Spaß dabei.

Das gesamte Bildmaterial wurde vom Pressedienst des Deutschen Theaters zur Verfügung gestellt. Soweit technisch möglich wurde das Copyright direkt beim Bild genannt.

Beitragsbild: © Susanne Brill


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