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	<title>Leben - Analog &amp; Digital Archive - Sascha Walk - Blog in Orange</title>
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	<description>Mein digitales Leben – Kunst, Kultur, Musik, Tanz und Digitales</description>
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	<title>Leben - Analog &amp; Digital Archive - Sascha Walk - Blog in Orange</title>
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		<title>Plädoyer für Offenheit, Ehrlichkeit und Mut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha Walk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Apr 2017 14:42:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ich ein Plädoyer schreibe, wird es immer sehr persönlich. Dieser&#160;Text ist die Fortsetzung meines&#160;Plädoyer für mehr Bauchgefühl. Damals&#160;ging es um die Möglichkeiten, die das Bauchgefühl uns eröffnet. Heute geht es mir mehr um den Umgang damit. Vor allem mit der Angst und&#160;dem emotionalen Risiko. Schon das erst Plädoyer war auch an eine bestimmte&#160;Frau gerichtet. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.blog-in-orange.de/offenheit-ehrlichkeit-mut/">Plädoyer für Offenheit, Ehrlichkeit und Mut</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.blog-in-orange.de">Sascha Walk - Blog in Orange</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich ein Plädoyer schreibe, wird es immer sehr persönlich. Dieser&nbsp;Text ist die Fortsetzung meines&nbsp;<a href="https://www.blog-in-orange.de/bauchgefuehle/"><em>Plädoyer für mehr Bauchgefühl</em></a>. Damals&nbsp;ging es um die Möglichkeiten, die das Bauchgefühl uns eröffnet. Heute geht es mir mehr um den Umgang damit. Vor allem mit der Angst und&nbsp;dem emotionalen Risiko.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon das erst Plädoyer war auch an eine bestimmte&nbsp;Frau gerichtet. Eine Frau, die mich bei unserer ersten Begegnung direkt berührt hat. Sie war damals in der Lage, die richtigen Fragen zu stellen und sah Manches, was ich sonst vor der Welt verstecke. Das hat aber auch zu einer gewissen Machtlosigkeit&nbsp;und Verletzlichkeit bei mir geführt. Heute habe ich mehr Abstand. Nur ganz weg ging sie auch nie. Willkommen also im 2. Akt des Stückes. Ob es ein Drama oder eine Komödie wird steht aber noch nicht fest.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Blindes Verstehen vs. radikale Offenheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Menschen, die verstehen sich blind. Das kann sehr schnell geschehen. Gerade dann ist es aber auch sehr&nbsp;gefährlich. Wir gehen nämlich immer von unseren Erfahrungen aus und übertragen diese auf andere Menschen. Das führt leider zu Missverständnissen, gerade wenn man sich noch keine Ewigkeit kennt. Gemeinsame Wege und Erfahrungen machen es dann immer leichter, sich blind wirklich zu verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wie kommt man dahin? Hier hilft wohl nur Offenheit. Vielleicht sogar radikale&nbsp;Offenheit.&nbsp;Natürlich kann man damit andere Menschen verletzen, auch wenn man das nicht möchte. Viel verletzender finde ich aber das Verschweigen. Wunden die durch Lügen und Verschweigen entstehen, heilen einfach schlecht. Man lernt sich auch nicht wirklich kennen. Man lernt ein Bild kennen, welches der andere von sich zeigen möchte. Wie schnell man diese Offenheit an den Tag legt, muss jeder selbst entscheiden. Vorher ist es nur ein Spiel und nichts wirklich Echtes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Radikale Offenheit&nbsp;geht noch ein Stück weiter. Man sagt direkt und offen was einem gerade durch den Kopf geht, ohne Filter. Klar, ist nicht&nbsp;einfach. Es kann sogar sehr&nbsp;gefährlich sein. Weil halt auch nicht jeder spontane Gedanke immer so schlau ist. Auch bei der Kommunikation geht es um Balance. Ohne Offenheit als Basis geht es aber nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem offenen Wort geht es mir aber auch um die Offenheit für andere Menschen.&nbsp;Offen und damit auch frei für andere Menschen zu sein. Auch für Menschen die vielleicht eine andere&nbsp;Meinung haben. Wir sollten aber so offen sein, diese Unterschiede zu akzeptieren. Jeder Mensch geht seinen eigenen Weg. Dieser Weg muss in erster Linie für uns der richtige sein. Wer den Weg mitgehen möchte, muss&nbsp;nicht der gleichen Meinung sein.&nbsp;Er muss aber&nbsp;offen genug sein, um den Weg wirklich gemeinsam zu gehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ehrlichkeit ist eine Chance</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Offenheit bringt nichts, wenn man dabei nicht ehrlich ist. Offen und ehrlich sagen, wo man selbst steht,&nbsp;was einem Angst macht und was man sich wünscht. Egal, ob es nun um alltägliche Dinge geht, oder um Zwischenmenschliches.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt auf dieser Welt so viele verschiedene Modelle wie Menschen gemeinsam leben. Da gibt es weder richtig noch falsch. Da gibt es nur ein &#8222;Ist es für uns der richtige Weg?&#8220; Dafür müssen nur&nbsp;alle Beteiligten ehrlich sein, um das passende Modell zu finden. Dafür finde ich Ehrlichkeit einfach wichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal muss man natürlich ehrlich zu sich selbst sein. Dann aber auch den anderen Menschen gegenüber. Wo steht man selbst? Welchen Schritt ist man bereit zu gehen? Welches Risiko kann man für sich tragen? Bin ich bereit, mich auf einen Menschen einzulassen? Mit all seinen Fehlern? Mit allem was er an Gepäck mit sich trägt? Diese Entscheidung kann man nur für sich selbst treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht immer der leichte Weg. Aber richtig ist halt nicht immer&nbsp;leicht. Danach geht es zurück zur Offenheit, um diese Ergebnisse auch mit dem anderen Menschen zu teilen. Nur so enden die sinnlosen Spielchen und missverständlichen Andeutungen. Natürlich ist das keine Garantie&nbsp;für irgendwas. Es kann ja auch direkt hier scheitern. Nur ist das Scheitern einfacher, wenn man weiß warum es so ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gab Wunden, tiefe Wunden. Die sind aber verheilt und haben mich stärker und reifer werden lassen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir fällt das zum Glück leicht. Mein Gepäck besteht aus Erfahrungen, die mich zu dem heutigen Menschen gemacht haben. Ich trage keine offenen Wunden in meinem Herzen. Ich hänge keiner vergangenen Liebe nach. Es gab Wunden, tiefe Wunden. Die sind aber verheilt und haben mich stärker und reifer werden lassen. Manche Menschen sind Teil meines Lebens geblieben, andere sind es wieder geworden. Sie sind aber alle Teil meines Erfahrungsschatzes. Egal ob 10 Jahre Beziehung, lockeres Verhältnis oder One-Night-Stand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Ding hat seine Zeit. Was für ein Ding das ist, muss man für sich und gemeinsam klären. Wenn beide bereit sind einen&nbsp;Weg zu gehen, ist es der richtige Weg. Nur offen und ehrlich muss man dabei sein. Wenn der Weg nicht weiter führt als bis zu einer Bekanntschaft oder Freundschaft ist es eben so. Angst sollte aber nicht der Grund dafür sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht fällt mir das auch zu leicht. Ich habe&nbsp;das große Glück, gerade in meiner letzten Beziehung mit diesem Weg sehr gute Erfahrungen gemacht zu haben. Auch wenn die Liebe irgendwann nicht mehr da war. Wir konnten unsere Freundschaft behalten. Wir sind sehr enge&nbsp;Freunde. Ja, meine Exfreundin, ihr neuer Freund und ihre Schwester sind meine engsten Freunde. Auch wenn es die Welt und selbst unsere Freunde und Familien manchmal verwirrt. Es ist einfach so und es ist genau richtig&nbsp;wie es ist. Diese Menschen gehören zu meiner selbst gewählten Familie. Das ist weder seltsam, noch hat es etwas mit einem Nachtrauern zu tun. Für mich ist es&nbsp;tatsächlich der Optimalfall&nbsp;für ein Beziehungsende. Nur scheint die Welt das nicht zu kapieren. Du verstehst es auch nicht? Das tut mir leid.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Habt Mut</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Liebe gibt es nicht als Instant-Produkt</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, das bekomme ich jetzt richtig zusammen. Es ging in einem Gespräch um folgende Fragestellung: Soll man instinktiv auf sein Bauchgefühl hören?&nbsp;Dem Gefühl immer einfach nachgehen? Einfach um zu sehen, ob es richtig ist und funktioniert. Mein erster Gedanke dazu war: Wie soll es den bitte anders gehen? Gerade wenn es um Gefühle geht. Die Liebe, die wohl jeder Mensch sucht, gibt es nicht als Instant-Produkt. Verlieben geht schnell. Liebe kann nur wachsen. Es sind immer zwei Menschen dafür verantwortlich, dieses Gefühl entstehen&nbsp;zu lassen. Dazu gehört auch Mut. Mut sich fallen zu lassen, offen und ehrlich zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man lernt einen Menschen kennen und da ist am Anfang dieses Gefühl. Es tut uns gut. Man hat einen Draht zueinander. Fühlt sich angezogen. Das geht mal schneller, mal langsamer. Aber dann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist in unserer Welt voller Singles keiner mehr in der Lage, es einfach mal auf einen Versuch ankommen zu lassen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was dann? Prüfen wir dann ob dies der perfekte Partner ist? Passen die Parameter? Ist das Umfeld in Ordnung? Ihr seht, wir sind hier schon wieder bei dem Kopf, der uns im Weg steht. Ist in unserer Welt voller Singles keiner mehr in der Lage, es einfach mal auf einen&nbsp;Versuch ankommen zu lassen? Können wir nicht einfach sagen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich mag dich sehr gerne.</li>



<li>Ich möchte gerne mehr von dir erfahren und Zeit mit dir teilen</li>



<li>Lass uns mal schauen, was dann passiert</li>



<li>Lass uns nur zwei Regeln festlegen
<ul class="wp-block-list">
<li>Wir sind offen zueinander</li>



<li>Wir sind ehrlich zueinander. Kein Platz für&nbsp;Lügen</li>
</ul>
</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesen zwei Grundpfeilern kann man dann ein Stück des Weges gemeinsam gehen. Man genießt diese gemeinsame Zeit. Was daraus wird? Weiß man nie. Manches Mal funktioniert es auch nicht. Man lernt sich kennen und kommt mit den Fehlern des Anderen nicht zurecht. Vielleicht ist da auch zu viel Ballast, die der andere Mensch mit sich schleppt. Vielleicht ist&nbsp;es aber auch ganz anders. Weil man den Mut hatte diesen Schritt zu gehen. Offenheit und Ehrlichkeit bringen noch etwas mit sich: Echtes Vertrauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit in Orange:&nbsp;Plädoyer für Offenheit, Ehrlichkeit und Mut</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich gehören Offenheit, Ehrlichkeit und Mut zu den wichtigsten Grundlagen zwischenmenschlicher Beziehungen. Es geht nur, wenn sie alle mit dabei sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es braucht Mut, um offen zu sein. Es braucht Mut, um ehrlich zu sein. Gerade wenn es um Emotionen geht. Ohne Offenheit, gibt es keinen Mut, nur&nbsp;reines Risiko. Ohne Ehrlichkeit ist Offenheit wertlos. Sie besteht dann nur aus leeren Worthülsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man mutig ist, gibt es Chancen zu entdecken. Nicht ohne Risiko, aber ohne große Gefahr. Gefährlich sind nämlich die nicht ausgesprochenen Dinge. Die man lieber für sich behält. Ungewissheit verursacht&nbsp;Wunden, die nur schwer heilen. Sie heilen aber auch, wenn man selbst dazu bereit ist. Hier kann auch niemand etwas für einen selbst übernehmen. Man muss für sich diesen Schritt gehen. Keine Macht der Welt kann dies von außen verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder Mensch ist anders. Wenn es aber um Emotionen geht, hat jeder einen Start bei 0 verdient. Ein neuer Mensch kann nie für alte Wunden verantwortlich sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis bald und tschau euer<br>Sascha</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Titelbild:&nbsp;© Sascha Walk</p>
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		<title>München &#8211; Vom Exil zur Heimat﻿</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha Walk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2016 14:06:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Blog von muenchen.de hat&#160;Anfang November zur Blogparade aufgerufen. &#8222;Was würdet Ihr an München vermissen?&#8220; war die Frage. Für mich ein sehr spannendes Thema. Lange war&#160;Bayern und auch München eher ein&#160;Exil für mich. Meine Eltern hatten mich im Alter von 13 hierhin verschleppt. Gelandet bin ich in der Gegend von Rosenheim. Seit einigen Jahren wohne [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Blog von muenchen.de hat&nbsp;Anfang November <a href="http://blog.muenchen.de/blogparade-aufruf/" target="_blank" rel="noopener">zur Blogparade aufgerufen</a>. &#8222;Was würdet Ihr an München vermissen?&#8220; war die Frage. Für mich ein sehr spannendes Thema. Lange war&nbsp;Bayern und auch München eher ein&nbsp;Exil für mich. Meine Eltern hatten mich im Alter von 13 hierhin verschleppt. Gelandet bin ich in der Gegend von Rosenheim. Seit einigen Jahren wohne ich nun in München. Erst in dieser Zeit&nbsp;habe ich hier wirklich Wurzeln geschlagen und eine neue Heimat gefunden.&nbsp;Meine Geschichte vom Exil zur Heimat erzähle ich euch hier in Kurzform. Natürlich erfahrt ihr auch was ich an München wirklich vermissen würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Am Anfang war das Exil&#8230;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war 13 Jahre als ich in Bayern gelandet bin. Davor war ich aber schon etwas unterwegs. Von meiner Geburtsstadt Bochum ging es erst einmal für ein paar Jahren&nbsp;nach&nbsp;Oer-Erkenschwick. Dort habe ich mich schnell sehr wohl gefühlt. Es waren immer noch irgendwie Potties und die sind halt wie sie sind. Man versteht sich, hat die gleichen Wurzeln. Dann kam ein Jahr in der Nähe des Bodensees. Es war zum Glück nur ein Jahr. Wieder ein paar hundert Kilometer weiter&nbsp;ging es dann nach Oberbayern. Inntal, ländlich geprägt. Kulturschock. Ich bin ein Stadtmensch und die Provinz war mir immer fremd. Wenn andere die Ruhe des Landlebens genießen, fehlt mir das Leben in dieser Totenstille. Trotzdem habe ich meine Jugend in der Umgebung von Rosenheim verbracht. Habe die Pubertät überstanden und meine Jugend erlebt. War aber auch viel unterwegs. Gelegentlich nach München, oder gleich für ein Wochenende zurück nach Bochum. In die Heimat, weil dort nie das Gefühl von Heimat aufkam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den den 90ern und Anfang 2000 war München noch sehr verschlafen. Gut, in den 90ern war im&nbsp;alten Flughafen Riem was los. Die Innenstadt hingegen war am Wochenende eher leer. Ich erinnere mich an einen Samstag im Sommer. Ich bin durch die Kaufingerstraße gelaufen, es war ca. 21 Uhr und kaum ein Mensch war unterwegs. Heute sieht es zum Glück anders aus. In dieser Zeit war ich zwar schon angekommen, aber irgendwie war es keine Heimat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann war es irgendwann 2008. Ich bin nach München gezogen. Endlich war ich wieder in einer Stadt angekommen. Die nächsten Jahre habe ich dann vor allem in der Arbeit verbracht. Mitten in einer Stadt und nichts davon mitbekommen. Es musste sich was ändern und ich fing langsam an meine Stadt zu entdecken. Ich habe natürlich auch mit den Touri&nbsp;Standards angefangen. Pinakotheken, Deutsches Museum, Englischer Garte, Isar und so weiter. Erst später habe ich angefangen&nbsp;die interessanten, nicht so offensichtlichen Ecken zu entdecken. Für mich gibt es dabei ein paar Highlights die ich euch vorstellen möchten. Diese Orte würde ich wirklich vermissen, wenn ich München verlassen würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ich an&nbsp;München vermissen würde</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Der Englische Garten&#8230; NORDTEIL</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist jetzt für die Münchner nicht so der Geheimtipp. Wer länger in der Stadt ist wird auch irgendwann den Nordteil des Englischen Gartens entdecken. Hoffe ich zumindest. Eine kleine Brücke in der Nähe des Seehauses führt über den Mittleren Ring. Schon ist man da.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst an Tagen in denen der Englische Garten aus allen Nähten platzt, ist es hier ruhiger. Es ist auch etwas wilder, nicht ganz so akkurat wie im Südteil. Wer Angst vor Hunden hat ist hier zwar nicht ganz richtig. Im Nordteil dürfen die Vierbeiner nämlich ganz offiziell frei rumlaufen. Es gibt eine große Hundewiese. Machen zwar auch im Südteil alle, hier sind es aber deutlich mehr Hunde. Die wollen aber alle nur spielen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade im Herbst liebe ich diese Ecke. Die Blätter färben sich und es gibt&nbsp;recht viele Laubbäume. Die ich in den bayerischen Wäldern oft vermisse. Es erinnert mich an meine Kindheit. Im Wald zu spiele bedeutete unter hohen Laubbäumen vor dem Regen geschützt zu sein. Der Duft von feuchten Blättern auf dem Boden holt diese Bilder zurück. Aber dann kommen die freien Flächen und erinnern einen daran wo man ist. Das ist der Moment in dem sich alte und neue Heimat für mich verbinden. Der Ort gibt mir etwas zurück, was ich vermisse. Er ist damit nicht nur Erinnerung, sondern ganz reale Gegenwart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt aktuell eine <a href="http://m-einenglischergarten.de/" target="_blank" rel="noopener">Initiative</a>, die beide Hälften des Englischen Gartens wieder zu verbinden. Dazu soll ein Tunnel die jetzige Schneise des Mittleren Rings ersetzen. Am Anfang fand ich diese Idee gut. Je länger ich darüber nachgedacht habe, umso weniger gefällt sie mir. Natürlich ist der jetzige Stand nicht im Sinne der ursprünglichen Planung. Trotzdem hält der Mittlere Ring viele Menschen ab in den Nordteil zu strömen. Aber genau diese &#8222;Leere&#8220; macht den Ort so schön. Es ist ein Ruhepol. Ein Ort um frei seine Gedanken schweifen zu lassen. Oder morgens um 6 Uhr Kunst zu erschaffen. Ein verstecktes Juwel, welches gerne etwas unbekannt bleiben darf. Bewahrt uns diesen Ruhepol und lasst es wie es ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Nordteil-Impressionen aus dem Herbst 2015</h4>



<figure class="wp-block-gallery alignfull has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142355000-Copyright-Sascha_Walk.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="263462" src="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142355000-Copyright-Sascha_Walk-1024x768.jpg" alt="Englischer Garten - Nordteil - München - Bild 1 von 5" class="wp-image-263462" srcset="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142355000-Copyright-Sascha_Walk-1024x768.jpg 1024w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142355000-Copyright-Sascha_Walk-300x225.jpg 300w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142355000-Copyright-Sascha_Walk-768x576.jpg 768w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142355000-Copyright-Sascha_Walk.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">© Sascha Walk</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142858000-Copyright-Sascha_Walk.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="768" data-id="263465" src="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142858000-Copyright-Sascha_Walk-1024x768.jpg" alt="Englischer Garten - Nordteil - München - Bild 2 von 5" class="wp-image-263465" srcset="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142858000-Copyright-Sascha_Walk-1024x768.jpg 1024w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142858000-Copyright-Sascha_Walk-300x225.jpg 300w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142858000-Copyright-Sascha_Walk-768x576.jpg 768w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142858000-Copyright-Sascha_Walk.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">© Sascha Walk</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142441000-Copyright-Sascha_Walk.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="768" data-id="263463" src="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142441000-Copyright-Sascha_Walk-1024x768.jpg" alt="Englischer Garten - Nordteil - München - Bild 3 von 5" class="wp-image-263463" srcset="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142441000-Copyright-Sascha_Walk-1024x768.jpg 1024w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142441000-Copyright-Sascha_Walk-300x225.jpg 300w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142441000-Copyright-Sascha_Walk-768x576.jpg 768w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142441000-Copyright-Sascha_Walk.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">© Sascha Walk</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142710000-Copyright-Sascha_Walk.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="263464" src="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142710000-Copyright-Sascha_Walk-1024x768.jpg" alt="Englischer Garten - Nordteil - München - Bild 4 von 5" class="wp-image-263464" srcset="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142710000-Copyright-Sascha_Walk-1024x768.jpg 1024w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142710000-Copyright-Sascha_Walk-300x225.jpg 300w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142710000-Copyright-Sascha_Walk-768x576.jpg 768w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-142710000-Copyright-Sascha_Walk.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">© Sascha Walk</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-143226000-Copyright-Sascha_Walk.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="263466" src="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-143226000-Copyright-Sascha_Walk-1024x768.jpg" alt="Englischer Garten - Nordteil - München - Bild 5 von 5" class="wp-image-263466" srcset="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-143226000-Copyright-Sascha_Walk-1024x768.jpg 1024w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-143226000-Copyright-Sascha_Walk-300x225.jpg 300w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-143226000-Copyright-Sascha_Walk-768x576.jpg 768w, https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Englischer_Garten-Nordteil_Muenchen-143226000-Copyright-Sascha_Walk.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">© Sascha Walk</figcaption></figure>
</figure>



<h3 class="wp-block-heading">Street Art unter der Donnersberger Brücke</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mittlere Ring ist eine der Hauptverkehrsadern der Stadt und die Donnersberger Brücke gehört dazu. Unzählige Menschen überfahren sie jeden Tag. Sehen vielleicht die Achse zum Hauptbahnhof und sind schon wieder weg. Was alle diese Menschen nicht sehen&nbsp;befindet sich unter der Brücke. Eine riesige&nbsp;Street Art Galerie. Ganz legal und gefördert durch die Stadt München. Für mich ein deutliches Zeichen für den Wandel der Stadt. Die Gestaltung dieses Raumes läuft schon seit vielen Jahren.</p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-medium wp-image-263468"><img decoding="async" src="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2016/11/Muenchen_vom_Exil_zur_Heimat-Streetart_Donnersberger_Bruecke-800x418.jpg" alt="Streetart unter der Donnersberger Brücke" class="wp-image-263468"/><figcaption class="wp-element-caption">@ Sascha Walk</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr über das Projekt habe ich bereits vor einiger Zeit hier geschrieben: <a href="https://www.blog-in-orange.de/street-art-in-muenchen-donnersbergerbruecke-part-4/">Street Art in München &#8211; Donnersbergerbrücke Part 4</a></p>



<h3 class="wp-block-heading">Meine Entdeckungsreise in die Kunstwelt Münchens</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem&nbsp;Relaunch meines Blogs, im&nbsp;März 2016, habe ich mich auf eine Entdeckungsreise begeben. Ich wollte wissen was München neben den großen und wichtigen Museen noch so zu bieten hat. Schließlich war München einmal der Nabel der europäischen Kunstwelt. Wie sieht es da heute aus? Ich habe in den letzten Monaten daher kleine Ausstellungen besucht, Newcomer gesucht und meine ersten Schritte in diese Welt gemacht. Es gibt in München so viele Galerien, die regelmäßig neue Kunst vorstellen. So viele Vereine die sich um das Thema kümmern. Alles geschieht aber nicht so öffentlich wie man es sich wünschen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt&nbsp;fördert die Kreativwirtschaft &nbsp;nach Kräften. Es gibt Zwischennutzungen, die für Kunst und auch StartUp Unternehmen zur Verfügung stehen. Künstler und Kreative werden unterstützt und gefördert.&nbsp;Anfang 2017 werdet ihr dazu mehr bei mir im Blog erfahren. Ich treffe mich in diesem Jahr noch mit dem Team der Stadt&nbsp;und lasse mir das Thema erklären. Mit Sicherheit gibt es noch viel mehr zu entdecken. Ich bin gespannt was ich für euch noch alles entdecken werde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8230;jetzt nenne ich es Heimat</h2>



<p class="wp-block-paragraph">München ist doch nicht ganz so langweilig, wie oft behauptet wird. Es versteckt sich nur gut. Das&nbsp;Schickeria Image ist natürlich Teil der Stadt und gehört auch dazu. Es gibt aber mehr. Es gibt Street Art, junge Künstler, Kunstförderer. Es gibt Kreative Räume an der der Dachauer Straße und relativ neu am Ostbahnhof.&nbsp;Man muss diese Orte aber kennen und entdecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man aber Stück für Stück sucht, findet man die Orte. Ich habe viel entdeckt in den letzten Monaten und Jahren. Dabei ist München zu meiner neuen Heimat geworden. Ich werde immer ein Kind des Ruhrgebietes bleiben. Mir wird immer ein Stück Industriekultur hier fehlen. Trotzdem ist München meine neue Heimat geworden. Weil ich hier sogar eine Dönninghaus Currywurst aus Bochum bekomme. Weil hier Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt leben. Weil sich München wandelt und nicht so langweilig ist wie viele vielleicht im ersten Augenblick denken. Ihr müsst nur ein wenig suchen, oder gelegentlich mein Blog lesen. Meine Entdeckungsreise geht weiter und ich nehme euch gerne mit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.blog-in-orange.de/muenchen-vom-exil-zur-heimat/">München &#8211; Vom Exil zur Heimat﻿</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.blog-in-orange.de">Sascha Walk - Blog in Orange</a>.</p>
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		<title>Als ich ich aufhörte ein Tänzer zu sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha Walk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2016 19:45:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich war mal ein Tänzer. Das hat mein Leben bestimmt und es war eine wirklich geile Zeit. Heute tanze ich nur noch gelegentlich. Und ja, es ist ein Unterschied ob man tanzt, oder ein Tänzer ist. Der Unterschied ist gewaltig. Das eine ist ein Hobby. Das andere eine Lebenseinstellung. Klingt jetzt ziemlich großspurig, ist aber [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich war mal ein Tänzer. Das hat mein Leben bestimmt und es war eine wirklich geile Zeit. Heute tanze ich nur noch gelegentlich. Und ja, es ist ein Unterschied ob man tanzt, oder ein Tänzer ist. Der Unterschied ist gewaltig. Das eine ist ein Hobby. Das andere eine Lebenseinstellung. Klingt jetzt ziemlich großspurig, ist aber einfach so. Aber was passiert mit einem, wenn man eines Tages kein Tänzer mehr ist? Ich versuche es hier mal zu erklären. Zumindest so wie ich es erlebt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Beitrag ist nicht wirklich zufällig entstanden. Ich habe am letzten Samstag eine kleine Tänzerin kennengelernt. Sie stellte mir irgendwann am Abend genau diese Frage: &#8222;Wie ist es mit dem Tanzen aufzuhören&#8220;. Ich antwortete nicht. Konnte mich aus der Frage irgendwie herauswinden. Es wäre einfach zu viel für diesen Abend gewesen. Zu schwierig zu erklären. Ich wäre auch nicht in vollständig in der Lage gewesen die Frage wirklich zu beantworten. Seitdem geht mir die Frage aber nicht mehr aus dem Kopf. Vielleicht weil ich die Antwort selbst nicht wirklich suchen wollte. Aber das Wichtigste zuerst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tänzer sein ist mehr als nur tanzen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie oben schon geschrieben, es ist mehr als nur tanzen. Es ist mehr als nur viel tanzen. Es ist mehr als zu jedem freien Zeitpunkt zu tanzten. Tänzer sein&nbsp;ist Adrenalin, Leidenschaft und eine Lebenseinstellung. Es ist dieses spezielle Gefühl. Das was du nur fühlen kannst, wenn du dich ganz hingibst. Um dich herum tritt die Welt in den Hintergrund. Da bist du, die Musik und dein Körper als Mittler zwischen beiden. Ein Trainer erklärte es mal so: &#8222;<em>Wenn du tanzt bist du in einer Kugel. Da kommt nichts vor außen rein, da bist du (ggf. deine Partnerin), die Musik und der Tanz.&#8220;</em> Egal ob die Menschen in deiner Umgebung es gut finden und Beifall klatschen, oder ihre Vorurteile über dir ausschütten möchten. Sie können es nicht, sie kommen nicht rein in diese Kugel. Alles prallt ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gefühl, wenn du tanzt ist ähnlich wie in diesem Song beschrieben. Auch wenn es nicht gerade der Sound zum Tanzen für mich wäre.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Dieses Gefühl habe ich bis jetzt nur erlebt, wenn ich getanzt habe. Egal was ich sonst gemacht habe.&nbsp;Tanzen gibt einem ein Gefühl voller Energie, Freiheit und Harmonie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Talentfrei, oder wie&nbsp;alles&nbsp;begann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann fängt man halt mal mit der Tanzschule an. Zumindest war es bei mir so. Es hat mir vom ersten Tag an Spaß gemacht. Die Musik. Die Bewegung. Ich, der Sportmuffel hatte etwas gefunden bei dem er sich gerne und freiwillig bewegt. Nur mit dem Talent, ja da sah es schlecht aus. Selbstbewusst sein war auch nicht da. Von hier aus betrachtet war ich echt seltsam. Halt ein Teenager auf der Suche nach seine Identität. Ich kämpfte mich durch die Tanzkurse. Von Grundkurs bis Gold Star (gibt es das heute noch?). Sogar mit Tanzabzeichen bis Gold. Damals wollte kaum ein Mädchen mit mir tanzen. Dann wurde ein Tanzsportclub gegründet. Ich hatte total Lust drauf. Nur mich hat damals keiner&nbsp;so richtig in diesem Club gesehen. Man sagte aber, versuchen kannst du es und dann sehen wir weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war die dritte oder vierte Trainingsstunde. Der Trainer kam zu mir her. Er fand ich mache riesige Fortschritte und solle auf jeden Fall dranbleiben. Da war er, der Moment in dem der Wille das Talent besiegte. Dann ging alles Schlag auf Schlag. Trainer gewechselt und in München trainiert. Da wurde aus einem Mensch der tanzt langsam ein Tänzer. Ich habe dann mehrere Partnerinnen, die mit meiner Motivation leider nie so richtig mithalten wollten.&nbsp;Mit der&nbsp;letzten Partnerin hat es eine Woche vor unserem ersten Turnier nicht mehr geklappt. Ich hatte die Nase voll. Ich wollte einfach mehr. Aufhören? Nein! Ich suchte mir etwas Neues und durch Zufall hat mich dann ein Tänzer in Riem auf die Bühne gezogen&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Tänzer, die Bühne, das Leben!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wow. Diesen Abend werde ich nie vergessen. Ich stand in Riem auf einer Party vor der Bühne. Oben vier Tänzer. Zwei Männer, zwei Frauen. Ich war total geflasht. Irgendwann deutete ich dem einen Tänzer, er solle doch unten tanzen. Er schüttelte den Kopf und zog mich auf die Bühne. Da war ich nun. Auf der Bühne. In einer Halle mit mehreren tausend Menschen. Ich tanzte einfach los. Dann trafen sich unsere Blicke. Eine der Tänzerinnen schaute mich an und wir hatten irgendwie einen Draht zueinander.&nbsp;Wir wussten instinktiv was der andere macht und es passte perfekt. Ein wirklich magischer Moment. Als ich&nbsp;wieder von der Bühne stieg fragte mich jemand, ob ich zu den Tänzern gehöre. Das war der Moment in dem ich wirklich Tänzer wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tänzer der mich damals auf die Bühne zog war zwei Monate später einer mein Trainer am <a href="http://www.tanzprojekt-muenchen.de/" target="_blank" rel="noopener">Tanzprojekt München</a>. Ich lernte, tanzte, verdiente sogar Geld mit meinem Leben als Tänzer. War bei dem ein oder anderen Eurodance Act als Gast mit auf der Bühne. War damals gerade noch im Trend <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Crew von La Bouche bot mir sogar einen Job an. Leider war es im Ruhrgebiet und es hätte sich nicht gelohnt dafür jedes Wochenende durch halb Deutschland zu fahren. Es war eine großartige Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich wurde auch getuschelt und nicht jeder fand es gut. Mein Image: Der ist schwul. Selbst wenn ich vor ihren Augen meine Freundin geküsst habe. Manchmal konnte ich nicht anders als solche Leute auszulachen. Deren Meinung hat mich nie interessiert. Hat mich nie getroffen. Sah es eher als Kompliment, weil die meisten Schwulen einfach mehr Style habe als viele Heteros.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war einfach eine großartige Zeit. Ich überlegte sogar eine professionelle Ausbildung als Tänzer zu machen. Hatte Probestunden bei <a href="http://www.iwanson.de/" target="_blank" rel="noopener">Iwanson</a>, damals die einzige Option für eine Ausbildung in München. Auch die <a href="http://www.stageschool.de/" target="_blank" rel="noopener">Stage School</a> in Hamburg wäre ein Option für mich gewesen. Es ist bei der Überlegung geblieben und ich habe mich für eine berufliche Karriere entschieden. Für die Welt der Werbung und des Internets. Ich habe diese Entscheidung nie bereut. Es war der richtige Weg. Es hat aber seinen Preis gehabt&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was kommt danach?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was macht es mit dir wenn du aufhörst zu tanzen? Es hinterlässt Spuren. Es bleibt eine Narbe im Herzen und in&nbsp;der Seele. Große Worte. Ja, aber anders kann ich es heute, fast 20 Jahre später nicht beschreiben. Es ist kein verheilter Stich, der bleibt. Es fehlt ein Stück. Nichts was einen zerstört. Kein Schaden für das Leben. Aber ein kleines Stück fehlt. Es fehlt das Adrenalin. Es fehlt der Kick. Tanzen ist wie eine Droge, nur ohne Nebenwirkungen. Nur der Entzug, der ist krass.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal tanze ich noch, vielleicht kann man heute auch sagen ich mache mich zum Affen. Älter, dicker, langsamer und ohne große Ausdauer. Ist mir immer noch egal was die Menschen denken. In diesen kleinen Momenten bin ich wieder Tänzer. Ich fühle mich vollständig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich der kleinen Tänzerin vom letzten Samstag einen Rat geben könnte würde ich sagen: &#8222;<em>Höre niemals auf Tänzerin zu sein. Egal was passiert. Nimm dir die Zeit dafür</em>&#8222;. Vielleicht sehe ich sie durch einen Zufall mal wieder, dann sage ich es ihr selbst.</p>
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		<title>Wolke 4 &#8211; Scheiße, oder das reale Leben?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha Walk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 2015 21:43:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
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		<category><![CDATA[Urban]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist jetzt schon einen Monat her, da habe ich begonnen, diesen Beitrag zu schreiben. Bei den Twitterperlen habe ich folgenden Tweet gefunden. Eine provokante Frage, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte. Ist die Wolke 4 nun scheiße oder einfach das reale Leben in einer Beziehung und gar nicht scheiße? Der Tweet [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Es ist jetzt schon einen Monat her, da habe ich begonnen, diesen Beitrag zu schreiben. Bei den <a href="http://www.twitterperlen.de/2015/11/04/und-das-moegt-ihr-also-ja/" target="_blank" rel="noopener">Twitterperlen</a> habe ich folgenden Tweet gefunden. Eine provokante Frage, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte. Ist die Wolke 4 nun scheiße oder einfach das reale Leben in einer Beziehung und gar nicht scheiße?</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tweet bezieht sich auf das Lied &#8222;Wolke 4&#8220;&nbsp;von &#8222;Marv &amp; Philipp Dittberner&#8220;. Kennt Ihr hoffentlich, ist nämlich ein toller Song und war auch schon vor einiger Zeit Song Of The Day&nbsp;hier im Blog. Zur Sicherheit hier noch eine Version ohne den elektronischen Beat der Single.&nbsp;Den Text&nbsp;findet ihr ganz unten im Beitrag.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Ist die Wolke 4 wirklich nur eine Notlösung und scheiße?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Persönlich finde ich das Bild von der Wolke 4 toll und absolut passend. Die Wolke 7 ist für mich eine Phase oder ein Ort, den wir gelegentlich mit unserem Partner besuchen. Es ist ein&nbsp;Feuerwerk von körpereigenen Drogen, die uns durchströmt. Es ist ein fast unmöglich zu beschreibendes, tolles Gefühl. Keine Frage Wolke 7 ist ein toller Ort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lernt man einen Menschen kennen, kann dieses Feuerwerk gleich anspringen, oder aber auch erst nach einer Zeit anfangen. Es gibt keine Regeln, keine festen Zeiten. Es gibt eigentlich noch nicht einmal ein Muss. Ich weiß, der letzte Satz ist provokant, aber es gibt tatsächlich andere Gründe bzw. Gefühle, die uns einem Menschen nahebringen. Das kann absolut richtig sein. Ich habe es&nbsp;selbst schon erlebt. Daraus ist eine sehr intensive Liebe und schöne&nbsp;Beziehung gewachsen. Zugegeben, das Feuerwerk der Gefühle ist natürlich einfach unbeschreiblich schön und gefühlt würde ich es bevorzugen. Man fühlt sich&nbsp;als könnte einen nichts stoppen. Es ist aufregend.&nbsp;Es prickelt. Es durchströmt Körper und Geist. Wir fühlen uns wie auf Wolke 7. Das hält aber nur eine gewisse Zeit, das Feuerwerk ist irgendwann vorbei. Die Verliebtheit geht vorbei. Meine beste Freundin meinte dazu erst kürzlich:&nbsp;&#8222;Im Übrigen wird &#8222;sich verlieben&#8220; total überbewertet&#8220;.&nbsp;Aus einem gewissen Blickwinkel hat sie damit recht, auch wenn ich persönlich Verliebtheit bevorzuge. Es ist nämlich auf der anderen Seite auch so: &#8222;Liebe allein reicht nicht&#8220;. Das hat vor vielen Jahren mal eine Frau zu mir gesagt und ich habe es sehr lange nicht verstanden. Heute verstehe ich es. Verliebt sein ist toll, bedeutet aber noch lange nicht das daraus Liebe wird.&nbsp;Selbst wenn es Liebe wird ist ein gemeinsames Leben nicht unbedingt möglich. Liebe ist kompliziert und sie folgt einfach keinen Regeln. Das ist ja gerade so aufregend, alles ist möglich und nichts muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt gehen wir aber mal davon aus, die erste Phase&nbsp;haben zwei Menschen gemeistert. Alles ist&nbsp;gut gelaufen und es wächst langsam die Liebe heran. Die Liebe, die wir uns im tiefsten unseres Herzens alle wünschen. Dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit, ein emotionaler Teil des Anderen zu sein.&nbsp;Liebe kann nur zu zweit entstehen. Verliebt sein kann man allein. Mit Liebe zurückgelassen werden kann man allein. Liebe wachsen lassen geht nur zu zweit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kann auch noch auf Wolke 7 sein, muss es aber nicht.&nbsp;Wolke 7 ist nämlich rosarot und viel zu&nbsp;hell. Wir erblinden und leben eine Illusion. Ja, Wolke 7 ist eine ein Ort, auf dem wir nur kurz zu Gast sind. Eine schöne Illusion, wenn wir dort bleiben könnten, würden wir uns daran gewöhnen. Alles wäre dann normal und würde jeden Tag ein Stück verblassen. Ich bin dort gerne zu Besuch auch mit meiner Partnerin. Einmal Wochenendtrip Wolke 7 bitte. Es ist Urlaub für unser Herz.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ich kann sehr glücklich auf Wolke 4 sein und gelegentlich Urlaub auf Wolke 7 darf es trotzdem sein.</p>
<cite>Sascha Walk</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Beziehung ist aber mehr als verliebt, verlobt, verheiratet. Sie bedeutet neben der Liebe, die ich als Basis sehe, viel Arbeit und Gespräche. Weil da der Alltag ist. Weil wir uns entwickeln und verändern. Jeder für sich und als Paar. Weil das Leben auch Tiefen hat und man diese schlechten Zeiten gemeinsam meistern muss. Das ist aber eben nicht alles Wolke 7. Dort wäre es gar nicht möglich, ein gemeinsames Leben zu führen, so rosarot und hell. Wir würden die Probleme und Bedürfnisse des Partners nicht sehen. Falls doch, dann erst, wenn es zu spät ist.&nbsp;Es gibt&nbsp;Situationen in einer Partnerschaft, die man nur gemeinsam bewältigen&nbsp;kann. Beispiele erspare ich mir an dieser Stelle. Es&nbsp;gibt&nbsp;unaussprechlich schlimme Dinge, die einem Paar geschehen können. Das übersteht man aber nur mit ein wenig mehr Realität. Ich finde, dafür ist die Wolke 4 ein perfekter Ort. Wenn wir von Wolke 1 bis 7 zählen, ist Wolke 4 überdurchschnittlich. Weiter vom Boden weg als von Wolke 7.&nbsp;Vielleicht ist es ein Problem in unserer nach Perfektion suchenden Gesellschaft. Wenn es nicht Wolke 7 ist, dann muss es scheiße sein. Sorry, kann und möchte ich nicht so sehen. Ich kann in einer realen Welt mit meinem Partner sehr glücklich auf Wolke 4 sein und ein gelegentlicher Urlaub auf Wolke 7 darf es trotzdem&nbsp;sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Update 31.01.2024</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin immer wieder überrascht und sehr erfreut, dass dieser Beitrag auch viele Jahre nach der Veröffentlichung regelmäßig gelesen und auch kommentiert wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte betonen, dass ich auch heute, Jahre später, noch zu 100 % hinter den Aussagen und Ansichten stehe. Die Ideen und Gedanken, die ich damals geteilt habe, spiegeln weiterhin meine tiefe Überzeugung wider und bleiben ein wesentlicher Bestandteil meines Verständnisses von Beziehungen und deren Dynamik.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wolke 4 &#8211; Der gesamte Liedtext</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lass uns die Wolke vier bitte nie mehr verlassen<br>Weil wir auf Wolke sieben viel zu viel verpassen<br>Ich war da schon ein Mal, bin zu tief gefallen<br>Lieber Wolke vier mit Dir als unten wieder ganz allein</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziemlich gut, wie wir das so gemeistert haben<br>Wie wir die großen Tage unter kleinen Dingen begraben<br>Der Moment der die Wirklichkeit maskiert<br>Es tut nur gut zu wissen, dass das wirklich funktioniert</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lass uns die Wolke vier bitte nie mehr verlassen<br>Weil wir auf Wolke sieben viel zu viel verpassen<br>Ich war da schon ein Mal, bin zu tief gefallen<br>Lieber Wolke vier mit Dir, als unten wieder ganz allein</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hab nicht gesehen, was da vielleicht noch kommt<br>Was am Ende dann mein Leben und mein kleines Herz zerbombt<br>Denn der Moment ist das, was es dann zeigt, dass die Tage ziemlich dunkel sind<br>Doch Dein Lächeln bleibt. Doch Dein Lächeln bleibt…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lass uns die Wolke vier bitte nie mehr verlassen<br>Weil wir auf Wolke sieben, viel zu viel verpassen<br>Ich war da schon ein Mal, bin zu tief gefallen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lieber Wolke vier mit Dir als unten wieder ganz allein<br>Lieber Wolke vier mit Dir als unten wieder ganz allein<br>Lieber Wolke vier mit Dir als unten wieder ganz allein</p>



<h2 class="wp-block-heading alignwide">Mehr Musik</h2>


<ul class="wp-block-latest-posts__list is-grid columns-3 alignwide wp-block-latest-posts"><li><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.blog-in-orange.de/mixtape-in-orange-04-magic-summer-nights/">Mixtape in Orange #04 – Magic Summer Nights</a></li>
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<li><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.blog-in-orange.de/mixtape-in-orange-3/">Mixtape in Orange #03 &#8211; Endless Summer Edition</a></li>
<li><a class="wp-block-latest-posts__post-title" href="https://www.blog-in-orange.de/tollwood-sommerfestival-2018-meine-top-5/">Tollwood Sommerfestival 2018 &#8211; Meine Top 5</a></li>
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		<title>Plädoyer für mehr Bauchgefühl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha Walk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2015 15:51:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Plädoyer]]></category>
		<category><![CDATA[Wonderwall Women]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Haben wir verlernt auf unser Bauchgefühl zu hören? Bauchgefühle sind nicht kontrollierbar. Sie passen nicht in unseren geplanten, strategischen Lebensweg. Sind sie vielleicht sogar gefährlich, oder eine Notwendigkeit um wirklich Mensch zu sein? Der Bauch und die Kontolle Für mich steht eines fest, wenn wir auf unseren Bauch hören macht es uns gelegentlich Angst. Angst [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Haben wir verlernt auf unser Bauchgefühl zu hören? Bauchgefühle sind nicht kontrollierbar. Sie passen nicht in unseren geplanten, strategischen Lebensweg. Sind sie vielleicht sogar gefährlich, oder eine Notwendigkeit um wirklich Mensch zu sein?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Bauch und die Kontolle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich steht eines fest, wenn wir auf unseren Bauch hören macht es uns gelegentlich Angst. Angst die Kontrolle abgeben zu müssen. Was wir aber eigentlich aufgeben ist&nbsp;die Illusion von Kontrolle. Natürlich gehört auch logisches überlegen zu unserem&nbsp;Leben, aber wir brauchen doch irgendwo mehr Kopf-Bauch-Balance.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bauch vs. Kopf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was sonst übrig bleibt ist ein kopfgesteuertes Leben. Ein Leben im Graubereich des emotionalen Mittelmaßes</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Bauchgefühl ist doch irgendwie auch eine Form von Intelligenz. In unserer perfekt geplanten und vom Kopf gesteuerten Welt ist nur zu wenig&nbsp;Platz dafür. Wir vertrauen nicht auf dieses Gefühl. Ich kann mich da nicht ausnehmen. Vieles entscheidet der Kopf, gerne auch mal gegen das Bauchgefühl. Ausschließlich&nbsp;auf den Bauch zu hören kann auch ganz schön nach hinten losgehen. Ich möchte hier trotzdem ein Plädoyer für <strong>mehr Bauchgefühl</strong>&nbsp;halten. Was sonst übrig bleibt ist ein kopfgesteuertes Leben. Ein Leben im Graubereich des emotionalen Mittelmaßes. Ähnlich geht es auch unseren Passionen. Wir sehen sie nicht mehr. Wir müssen sie suchen. Bitte? Eine Passion suchen ist doch schon ein Widerspruch in sich. Hierzu habe ich gerade heute einen <a href="http://markmanson.net/passion" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spannenden Artikel auf Englisch</a> gelesen, den <a href="https://www.facebook.com/marcusjhbrown" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marcus John Henry Brown</a> auf Facebook geteilt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bauch &amp; Kommunikation</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich beginnt alles mit zwischenmenschlicher Kommunikation.&nbsp;Unsere Welt und wir sind durchdrungen von Kommunikation.&nbsp;Wir können garnicht anders.&nbsp;&#8222;Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.&#8220; (Quelle:&nbsp;<a href="http://www.paulwatzlawick.de/axiome.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Axiome von Paul Watzlawick</a>).&nbsp;Noch nie war es so einfach mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Dating Plattformen, Social-Media, Messenger, Telefon und persönliche Gespräche stehen uns zur Verfügung.&nbsp;Was machen wir damit? Wir tauschen meistens kalte Informationen aus, der Kopf regiert diese Kommunikation.&nbsp;Viele dieser Kanäle benutzen wir bewusst, um ein Bild von uns aufzubauen. Völlig kopfgesteuert wägen wir ab was wir veröffentlichen. Das ist vielleicht auch ein Grund warum wir so gerne die neuen Medien nutzen. Wir können den Kopf entscheiden lassen.&nbsp;Ein persönlich ausgesprochener Satz ist gesagt und kann nicht mehr zurückgenommen werden. Eine WhatsApp Nachricht kann ich tausendmal umschreiben und dann erst senden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn ich ein großer Fan von Social-Media &amp; Co. bin, mir ist völlig klar wo die Grenzen sind. Menschliche Kommunikation besteht eben aus mehr als Text und Bild. Bei Video sieht es schon besser aus, trotzdem ist all das ganz bewusst&nbsp;geplanter Informationsaustausch. Wirklich intimes behalten wir für uns. Ich möchte nicht dazu aufrufen, die tiefsten intimen Geheimnisse zu veröffentlichen. Ganz und garnicht. Bewusst gesteuerte Information ist völlig in Ordnung. Solange wir die Grenzen kennen und noch in der Lage sind mit unseren Freunden, Partnern und der Familie anders zu kommunizieren. Das ist nicht einfach, wir üben ja ständig die gesteuerte Informationsverbreitung. Wir erlernen Muster und diese dann in einem anderen Umfeld abzulegen ist nicht immer einfach.&nbsp;Ein persönliches Gespräch, ein gemeinsames Essen oder einfach nur gemeinsam verbrachte Zeit kann nicht ersetzt werden. Diese Erlebnisse kann man gerne über andere Kommunikationswege verlängern, ersetzen funktioniert hier leider nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bauch, Gefühl &amp; Risiko</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade wenn es um Gefühle geht wird es richtig schwierig. Jede Öffnung birgt das Risiko verletzt zu werden. Dann lieber nicht öffnen, nicht auf das Gefühl in der Magengrube hören? Klar, funktioniert. Wir werden nicht verletzt, wenn wir uns nicht öffnen. Wir verlieren nur die Chance auf eine echte emotionale Bindung. Große Emotionen, die Liebe auf den ersten Blick und das große Happy End haben wir in Filme verbannt. Dort konsumieren wir sie&nbsp;und holen uns ein Stück davon ab. Mieten uns, was wir selbst nicht zulassen können. Weil es uns Angst macht. Ist es das Wert? Sollte man bereit sein für die Chance das wirklich im eigenen Leben zu haben ein Risiko eingehen? Ich glaube es ist den möglichen Preis wert. In einem meiner Lieblingsfilme aus meiner Zeit als Tänzer,&nbsp;&#8222;Strictly Ballroom&#8220; gibt es ein schönes Zitat: &#8222;Ein Leben in Angst gelebt, ist ein Leben halb gelebt&#8220; und ich möchte ergänzen &#8222;Ein leben im Mittelmaß gelebt, ist ein Leben halb gelebt&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür&nbsp;müssen wir nur wieder lernen mehr auf unseren Bauch als Gefühlszentrale zu hören. Ich glaube es lohnt sich, selbst wenn es von Zeit zu Zeit weh tut.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit in Orange:&nbsp;Plädoyer für mehr Bauchgefühl</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Update 09.06.2017: Neben den neuen Überschriften gibt es jetzt auch dieses Fazit.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beitrag ist jetzt seit Oktober 2015 online und ich sehe es immer noch wie oben geschrieben. Man muss nur die richtige Balance zwischen Bauch und Kopf finden. Wenn es um persönliches geht würde ich dem Bauch etwas mehr Raum geben. Es braucht einen Platz für das Bauchgefühl. Nehmt ihn euch.</p>
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		<title>Kann Heimat digital sein?</title>
		<link>https://www.blog-in-orange.de/kann-heimat-digital-sein/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha Walk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2015 14:04:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit einigen Monaten beschäftige ich mich jetzt mit dem Begriff Digitale Heimat. Den hab ich nicht erfunden, der war schon da. Es geht mir auch nicht darum jetzt eine neue Sau durch das digitale Dorf zu jagen. Mein Leben besteht aus einer Verflechtung aus der realen und der digitalen Welt. Beides ist für mich gleichwertig. Egal [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Monaten beschäftige ich mich jetzt mit dem Begriff Digitale Heimat. Den hab ich nicht erfunden, der war schon da. Es geht mir auch nicht darum jetzt eine neue Sau durch das digitale Dorf zu jagen. Mein Leben besteht aus einer Verflechtung aus der realen und der digitalen Welt. Beides ist für mich gleichwertig. Egal ob ich in der digitalen Welt mit Freunden kommuniziere, oder bei einem gemeinsamen Abendessen. Nicht der Kommunikationsweg sondern die Inhalte machen den Wert einer Unterhaltung aus. Daher braucht es auch in der digitalen Welt eine Heimat. Da das gesamte Thema sehr vielschichtig ist werde ich mich Stück für Stück dem Thema nähern und in mehreren Beiträgen darüber schreiben.</p>
<p>Als ich mit dem Thema angefangen habe stellte ich mir immer und meinem Bekanntenkreis immer die Frage &#8222;Was verstehst Du unter Digitaler Heimat?&#8220; Ich hab mit vielen Antworten gerechnet nur nicht mit &#8222;Heimat kann nicht digital sein&#8220;. Nach teilweise sehr langen Gesprächen stellte sich heraus, dass es an dem Begriff Heimat liegt. Viele Menschen sehen Heimat als einen Ort an.</p>
<p>Aber muss man Heimat als etwas ortsgebundenes verstehen? Das Wort Heimat ist definitiv sehr Vielschichtig vor allem in der deutschen Sprache, dazu kommt eine starke emotionale Komponente bei diesem Thema. Es gibt eine Heimat ohne Raumbezug. Auf Wikipedia kann man folgendes dazu finden:</p>
<p><em>Heimat ohne Raumbezug</em><br />
<em>Da sich Heimat auf etwas bezieht, mit dem sich der Einzelne identifiziert, sind auch Abstrakta wie die Nation, das Vaterland, eine Sprache (in aller Regel die Muttersprache) oder eine Religion geeignet, als Heimat, und zwar als „geistige Heimat“ zu fungieren. Heimat bezeichnet also nicht immer einen konkreten Ort, eine Heimstätte.</em><br />
Quelle: <a title="Wikipedia - Heimat" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heimat#Heimat_ohne_Raumbezug" target="_blank" rel="noopener">Wikipedia</a></p>
<p><span style="color: #ff9933;"><strong>Wenn man den Begriff Heimat ohne Ortsbezug nutzt kann es also eine Digitale Heimat geben.</strong></span></p>
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		<title>Beitrag zu Blogparade #digitalLEBEN</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha Walk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2014 16:51:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital]]></category>
		<category><![CDATA[Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf den letzten Drücker erst gesehen Die SPD hat zur Blogparade aufgerufen. Mir gefällt das Thema. Hier meine Antworten. Die 10 Fragen In einer digi­ta­len Welt zu leben, bedeu­tet für mich… &#8230; neue Horizonte ohne räumliche Grenzen zu entdecken. Mein Com­pu­ter ist für mich… &#8230; noch wichtig, aber schon lange nicht mehr mein zentraler Zugang [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.blog-in-orange.de/beitrag-zu-blogparade-digitalleben/">Beitrag zu Blogparade #digitalLEBEN</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.blog-in-orange.de">Sascha Walk - Blog in Orange</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf den letzten Drücker erst gesehen Die<a href="https://akdigitalegesellschaft.de/2014/blogparade-zu-digitalleben/"> SPD hat zur Blogparade aufgerufen</a>. Mir gefällt das Thema. Hier meine Antworten.</p>
<p><strong>Die 10 Fragen</strong><br />
In einer digi­ta­len Welt zu leben, bedeu­tet für mich…<br />
<em>&#8230; neue Horizonte ohne räumliche Grenzen zu entdecken.</em></p>
<p>Mein Com­pu­ter ist für mich…<br />
<em>&#8230; noch wichtig, aber schon lange nicht mehr mein zentraler Zugang zum Internet. </em></p>
<p>Wirk­lich gut! Die größte Chance durch die Digi­ta­li­sie­rung ist…<br />
<em>&#8230; im Kontakt mit Menschen zu treten.</em></p>
<p>Bedroh­lich! Wir müs­sen auf­pas­sen, dass…<br />
<em>&#8230;die Regierungen die Privatsphäre der Bürger wahrt. Momentan werden hier laufend Grundrechte verletzt. </em></p>
<p>Die Digi­ta­li­sie­rung ver­än­dert mein Leben durch…<br />
<em>&#8230; und durch.</em></p>
<p>Chat­ten mit den Enkeln, Ein­kau­fen per Maus­klick, Arbei­ten ohne feste Büro­zei­ten. Was bringt die Digi­ta­li­sie­rung für Fami­lien und Ältere?<br />
<em>Mehr Möglichkeiten und Chancen. Der hier beschriebene Punkt zur Arbeit ist aktuell aber eher Buzzword als Realität. </em></p>
<p>Pro­gram­mie­ren in der Grund­schule, das gesamte Fak­ten­wis­sen der Welt in der Such­ma­schine. Wie sollte Bil­dung der Zukunft aussehen?<br />
<em>Der Blick sollte mehr auf die Chancen und die Zukunft gerichtet sein.</em></p>
<p>An jedem Ort arbei­ten kön­nen und stän­dig erreich­bar sein. Was bedeu­tet das für Arbeit im Digi­ta­len Zeitalter?<br />
Was müs­sen wir im digi­ta­len Zeit­al­ter tun, damit unsere Wirt­schaft erfolg­reich bleibt?<br />
<em>Das gleiche wie immer, die richtigen Entscheidungen treffen und die technische Erreichbarkeit beinhaltet nicht die persönliche Erreichbarkeit. </em></p>
<p>Die Digi­ta­li­sie­rung schafft Chan­cen und birgt Risi­ken. Von der SPD erwarte ich, dass…<br />
<em>&#8230;sie mal erst die Chancen sieht, ohne die Risiken aus dem Auge zu verlieren</em>.</p>
<p>Geschrieben auf dem Smartphone, währen einer Zugfahrt.</p>
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			</item>
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		<title>Gute Reise Ossi</title>
		<link>https://www.blog-in-orange.de/gute-reise-ossi/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha Walk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2014 12:27:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ossi Urchs, der deutsche Internet Guru ist heute gestorben. Es gibt keinen Ausdruck der besser passen können. Ein Guru ist ein spiritueller Lehrer im Hinduismus. Genau das war er. Für mich persönlich war er einer meiner wichtigsten Lehrer. Weil er die elektronischen Medien nicht als kalte, technische Mittel gesehen hat. Er hat eine philosophische Sichtweise [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.blog-in-orange.de/gute-reise-ossi/">Gute Reise Ossi</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.blog-in-orange.de">Sascha Walk - Blog in Orange</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap intro wp-block-paragraph">Ossi Urchs, der deutsche Internet Guru ist heute gestorben. Es gibt keinen Ausdruck der besser passen können. Ein Guru ist ein spiritueller Lehrer im Hinduismus. Genau das war er. Für mich persönlich war er einer meiner wichtigsten Lehrer. Weil er die elektronischen Medien nicht als kalte, technische Mittel gesehen hat. Er hat eine philosophische Sichtweise mitgebracht und damit auch meine Grundeinstellung geprägt. Das Internet ist grundlegend eine Chance, auch wenn es eine <a title="Digitale Aufklärung bei Amazon" href="http://www.amazon.de/Digitale-Aufkl%C3%A4rung-Warum-Internet-kl%C3%BCger/dp/3446436731" target="_blank" rel="noopener">Digitale Aufklärung</a> braucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte die Ehre von Ihm zu lernen, ihn persönlich zu treffen und ihn als ersten Follower auf Twitter zu haben. Danke für alles. Du wirst immer ein Teil meiner Entwicklung sein. Ich und das Netz werden Dich nicht vergessen. Wir sehen uns im nächsten Leben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Persönliches Update 2021</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was für eine Zeit und erwische mich dabei zu denken: Was würde Ossi wohl dazu sagen? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Er fehlt einfach!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Update &#8211; Weitere Beiträge:</h2>



<ul class="wp-block-list"><li><a title="In memorian: Ossi Urchs" href="http://www.czyslansky.net/?p=11990" target="_blank" rel="noopener">In memoriam: Ossi Urchs</a> &#8211; Tim Cole (Mitautor &#8222;Digitale Aufklärung&#8220;) auf &nbsp;czyslansky.net &#8211; Update 26.09.2014</li><li><a title="Zum Tode von Ossi Urchs: Der freundlich-flippige Pionier des Digitalen" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/internet-pionier-ossi-urchs-erliegt-krebsleiden-a-993766.html" target="_blank" rel="noopener">Zum Tode von Ossi Urchs: Der freundlich-flippige Pionier des Digitalen</a> &#8211;&nbsp;Frank Patalong auf Spiegel.de &#8211; Update 26.09.2014</li><li><a title="Namaste, Ossi – danke für die Reise mit Dir!" href="http://www.wuv.de/digital/namaste_ossi_danke_fuer_die_reise_mit_dir" target="_blank" rel="noopener">Namaste, Ossi – danke für die Reise mit Dir!</a> &#8211;&nbsp;Matthias Ehrlich (Präsident BVDW) auf wuv.de &#8211; Update 26.09.2014</li><li><a title="München war das Zentrum der TV-Lifestyle-Szene" href="http://medienzeitmaschine.wordpress.com/2011/01/26/%E2%80%9Emunchen-war-das-zentrum-der-tv-lifestyle-szene%E2%80%9C/" target="_blank" rel="noopener">München war das Zentrum der TV-Lifestyle-Szene</a> &#8211; Medienzeitmaschine &#8211; Update 26.09.2014</li><li><a title="Internet-Guru der ersten Stunde. Ossi Urchs ist tot" href="http://www.n-tv.de/technik/Ossi-Urchs-ist-tot-article13675506.html" target="_blank" rel="noopener">In memoriam: Ossi, mein Freund &#8211; Tim Cole auf&nbsp;cole.de &#8211; Update 29.09.2014</a></li><li><a title="Internet-Guru der ersten Stunde. Ossi Urchs ist tot" href="http://www.n-tv.de/technik/Ossi-Urchs-ist-tot-article13675506.html" target="_blank" rel="noopener">Internet-Guru der ersten Stunde.&nbsp;Ossi Urchs ist tot</a> &#8211; ntv.de &#8211; Update 29.09.2014</li><li><a title="Minister for Tomorrow: Ossi Urchs ist gestorben" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Minister-for-Tomorrow-Ossi-Urchs-ist-gestorben-2403765.html" target="_blank" rel="noopener">Minister for Tomorrow: Ossi Urchs ist gestorben</a> &#8211; heise.de &#8211;&nbsp;Update 29.09.2014</li><li><a title="Ossi Urchs (1954 – 2014)" href="http://www.spreeblick.com/2014/09/25/ossi-urchs-1954-2014/" target="_blank" rel="noopener">Ossi Urchs (1954 – 2014)</a> &#8211; Johnny Haeusler auf spreeblick.de &#8211; Update 29.09.2014</li><li><a title="Lehrmeister und Menschenfreund" href="http://www.horizont.net/medien/nachrichten/Zum-Tod-von-Ossi-Urchs-Lehrmeister-und-Menschenfreund-130606" target="_blank" rel="noopener">Lehrmeister und Menschenfreund </a>&#8211;&nbsp;Volker Schütz auf horizont.net &#8211; Update 29.09.2014</li><li><a title="Früher Tod eines Pioniers. Internet-Guru Ossi Urchs ist tot" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/frueher-tod-eines-pioniers-internet-guru-ossi-urchs-ist-tot-13176036.html" target="_blank" rel="noopener">Früher Tod eines Pioniers.&nbsp;Internet-Guru Ossi Urchs ist tot</a> &#8211; faz.net&nbsp;&#8211; Update 29.09.2014</li></ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.blog-in-orange.de/gute-reise-ossi/">Gute Reise Ossi</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.blog-in-orange.de">Sascha Walk - Blog in Orange</a>.</p>
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		<title>Content im Web – Ansichten der Zeitungsmacher</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha Walk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2014 18:48:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern Abend war ich mal wieder an der BAW. Das Experten-Podium zum Thema &#8222;Content im Web &#8211; Wer soll das bezahlen?&#8220; stand schon seit Wochen als Termin für mich fest. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit den Digital Media Women statt.  Eine spannende und angeregte Diskussion aus dem Blickwinkel der Zeitungsverlage. Genau dieser, für mich neue, Blickwinkel auf das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.blog-in-orange.de/content-im-web-ansichten-einiger-zeitungsverlage/">Content im Web – Ansichten der Zeitungsmacher</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.blog-in-orange.de">Sascha Walk - Blog in Orange</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Abend war ich mal wieder an der BAW. Das Experten-Podium zum Thema &#8222;Content im Web &#8211; Wer soll das bezahlen?&#8220; stand schon seit Wochen als Termin für mich fest. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit den <a title="Digital Media Women" href="http://www.digitalmediawomen.de/" target="_blank" rel="noopener">Digital Media Women</a> statt.  Eine spannende und angeregte Diskussion aus dem Blickwinkel der Zeitungsverlage. Genau dieser, für mich neue, Blickwinkel auf das Thema Content fand ich sehr spannend.</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.blog-in-orange.de/wp-content/uploads/2014/02/BAW_Experten_Podium_Sascha_Walk.jpg" alt="BAW Experten-Podium: Content im Web" /></p>
<h2>Das Podium</h2>
<p>Teilnehmer des Podiums (von links nach rechts):</p>
<ul>
<li>Jochen Wegner &#8211; Chefredakteur “Zeit Online”</li>
<li>Tanja Gabler &#8211; Leitung Onlineredaktion “Internet World Business”</li>
<li>Stefan Plöchinger &#8211; Chefredakteur “Süddeutsche.de”</li>
<li>Die Moderation für die Digital Media Women hat Susanne C. Steiger übernommen.</li>
</ul>
<p>Eigentlich sollte auch Katharina Borchert (CEO “Spiegel Online”) am Podium teilnehmen, musste aber aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen.</p>
<h2>Ansichten der Zeitungsmacher</h2>
<p>Am Anfang ging es um die Mediennutzung der Teilnehmer. Natürlich lesen alle Zeitung, aber sehen hier bereits den Inhalt im Zentrum. Elektronische Ausgaben werden je nach Situation bevorzugt. Auch Facebook, Twitter und sogar RSS-Feeds gehören zu den genutzten Informationsquellen der Zeitungsmacher. Diese scheinen in der digitalen Welt angekommen zu sein.</p>
<p>In der Diskussion ging es unter anderem um folgende Punkte:</p>
<ul>
<li>Print ist aktuell profitabler als die digitale Ausgabe. Im Print wird aktuell mehr Werbung ausgeliefert.<br />
(Anmerkung: Dafür kann im Print die Werbung, mit Ausnahme von Responsecodes, nicht gemessen werden)</li>
<li><span style="line-height: 1.7;">Eine schönes Bild für die Unterschiede war folgender Vergleich:<br />
Zeitung = Sortierer des Tages<br />
Online Newsfeed = Sortierer in Echtzeit</span></li>
<li><span style="line-height: 1.7;">Die Zeit möchte auch bei News eine Einschätzung liefern und keine reinen Ticker anbieten.</span></li>
<li><span style="line-height: 1.7;">Journalismus war schon immer eine </span><span style="line-height: 28.899999618530273px;">querfinaziert</span><span style="line-height: 1.7;">, z. B. das Wirtschaftsressort finanziert das Auslandsressort.</span></li>
<li>Für die Bezahlung setzt die Süddeutsche Zeitung zukünftig auf Leserclubs anstelle einer Paywall. Ob dies die Lösung für die Bezahlung ist steht nicht fest, aber man wird hier in den nächsten Jahren wohl experimentieren bis eine funktionierende Lösung gefunden wurde.</li>
<li><span style="line-height: 1.7;">Die Daten der Kunden, also eine Registrierung ist auch für Verlag ein kostbares Gut.<br />
(Anmerkung: Die persönlichen Daten werden immer mehr zur Währung des Internets)</span></li>
<li><span style="line-height: 1.7;">Die Zeitungen sehen den mobilen Werbemarkt stark im Wachstum. Vor allem sind die Quoten sehr gut. Leider wird dieser Kanal von Mediaagenturen noch unterdurchschnittlich gebucht.<br />
(Anmerkung: Wenn die Quoten wirklich so gut sind sollten diese veröffentlicht werden, zumindest nach Branchen geordnet wäre dies eine relevante Information für die Agenturen und Werbekunden. Ich sehe den Grund für die geringen Buchungen nicht bei den Mediaagenturen. Hier müssen vor allem Beratung, Kreation und auch die Kunden mitspielen. Mit den passenden Zahlen wäre es einfacher).</span></li>
<li><span style="line-height: 1.7;">Alle Anwesenden setzten auf gute und tief recherchiert Inhalte. Die Qualität ist das Unterscheidungsmerkmal der Zeitungen, im Wettkampf um die Mediennutzungszeit der Menschen.</span></li>
<li><span style="line-height: 1.7;">Blogger, aber auch die Huffington Post werden von den Anwesenden nicht als der große Feind gesehen. Eine große Medienlandschaft mit vielen neuen Playern ist gut.</span></li>
<li>Journalismus ist eine Haltung, auch bei Bloggern.<br />
(Anmerkung: Tolle und richtige Aussage.)</li>
<li>Eine für mich eher erschreckende Aussage von Jochen Wegner war:<br />
Vor einem Jahr hätte ich nicht gedacht wie wichtig Facebook für unsere Reichweite ist.<br />
(Anmerkung: Wenn er vor 3 Jahren gesagt hätte könnte ich es noch teilweise verstehen)</li>
</ul>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p><span style="line-height: 1.7;">Ich glaube die Zeitungsmacher haben einen ordentlichen Schritt in die digitale Welt gemacht. Das Wort Content wollte aber keinem der Teilnehmer so richtig schmecken. Für mich nicht ganz verständlich, es steht einfach für jede Form von Inhalten. Gerade in digitalen Ausgaben geht es heute nicht mehr nur um Text und vielleicht noch etwas Bild. Daran wird es aus meiner Sicht auch liegen. Der reine Text ist in der digitalen Welt nicht alles. Bilder, Animationen, Videos und Audio sind starke Inhalte, die für die User oft zugänglicher sind. Das mag den Schreibern nicht gefallen, ist aber die Realität in einer digitalen Welt. In dieser Welt scheinen noch nicht alle Teilnehmer vollständig angekommen zu sein. Die richtige Richtung ist aber klar erkennbar.</span></p>
<p><span style="line-height: 1.7;">Einig waren sich alle Teilnehmer zum Thema Qualität. Der Fokus liegt auf guten Geschichten, genau und tief recherchiert. Das hört sich nach einem guten Weg an. News werden auch zukünftig zum Portfolio der Zeitungen gehören, aber es ist nicht das entscheidende Kriterium für eine Alleinstellung. Ich bin gespannt wie sich das Thema zukünftig entwickelt.</span></p>
<h2>Lesenswerte Tweets des Abends</h2>
<p>https://twitter.com/frischebriese/status/436206616787320832</p>
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		<title>2013 &#8211; Eine Abschiedserklärung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha Walk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jan 2014 17:39:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An diesem Artikel schreibe ich schon seit November 2013. Immer wieder stand ich vor der Frage, wie privat werde ich. Ich habe geschrieben, verworfen und wieder geschrieben. Den ganzen Beitrag gelöscht und wieder angefangen. Ergebnis ist meine persönliche Abschiedserklärung an 2013. Der Dreh- und Angelpunkt im letzten Jahr war für mich die Krebserkrankung meiner Mutter. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.blog-in-orange.de/2013-eine-abschiedserklaerung/">2013 &#8211; Eine Abschiedserklärung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.blog-in-orange.de">Sascha Walk - Blog in Orange</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An diesem Artikel schreibe ich schon seit November 2013. Immer wieder stand ich vor der Frage, wie privat werde ich. Ich habe geschrieben, verworfen und wieder geschrieben. Den ganzen Beitrag gelöscht und wieder angefangen. Ergebnis ist meine persönliche Abschiedserklärung an 2013. Der Dreh- und Angelpunkt im letzten Jahr war für mich die Krebserkrankung meiner Mutter. Es geht um Abschied und damit auch indirekt um einen Neubeginn, der immer Teil des Abschiedes ist. Manches wird nie wieder so sein wie es mal war. Für mich beginnt aber ab heute ein neuer Lebensabschnitt.</p>
<p><span style="line-height: 1.7;">Grundlegend bin ich der Überzeugung, dass wir unser &#8222;Schicksal&#8220; selbst in der Hand haben. Natürlich gibt es in unserem Leben Dinge, die wir nicht beeinflussen oder kontrollieren können. Oft sind das aber nur Randnotizen oder kleinere Herausforderungen die wir dann auch meistern. Manchmal sind es aber doch einschneidende Erfahrungen. Dinge die das Leben auf den Kopf stellen.</span></p>
<p>Es begann im Frühjahr 2013. Meiner Mutter ging es gesundheitlich nicht gut. Begonnen hat es mit Husten und Schmerzen in der Brust. Es wurde gesucht und vermutet. Papageienkrankheit. Lungenentzündung. Lungenembolie. &#8222;Aber Krebs ist das nicht&#8220; meinte ihr Hausarzt. Im April ging sie dann zu einem Spezialisten und Anfang Mai kam die Diagnose. Lungenkrebs. Einige Wochen später war dann klar, der Krebs wurde seit Jahren übersehen und ist nicht heilbar. Jede Form der Behandlung kann uns nur Zeit &nbsp;verschaffen.</p>
<p>Meine Mutter kämpfte. Mehrer Zyklen Chemo und Bestrahlung, die sie relativ gut vertrug. Nur der ständige Husten ging einfach nicht weg. Diese Hustenanfälle schnürten mir jedes mal mein Herz ein. Auch wenn es mir selbst schwer viel, verbrachte ich möglichst viel Zeit mit Ihr. &nbsp;So viel Zeit wie es mir möglich war. Es hatte Priorität, vor dem Job, vor meinem Privatleben, vor allem. Nur meine Ruhephasen brauchte ich. Rückzug um nicht selbst daran zu zerbrechen. Um ihren nächsten Hustenanfall seelisch zu überstehen.</p>
<p>Ende Mai stand dann auch mein Weggang von Serviceplan fest. Die tolle Stelle hatte in dieser Phase nicht die notwendige Priorität in meinem Leben. Der Abschied von meiner Mutter war wichtiger. Unsere Beziehung war schon lange problematisch und es gab einige Dinge die wir klären mussten. Das Klärung auch einfach nur verzeihen bedeuten kann, habe ich erst am Ende dieser Zeit gelernt.</p>
<p><span style="line-height: 1.7;">Meine Mutter hat mit jedem Behandlungszyklus immer wieder gehofft und Pläne geschmiedet. Welchen Weihnachtsmarkt sie besuchen möchte und wie wir Weihnachten feiern. Mir war klar, dass sie mir nicht sagt wie schlimm es wirklich steht. Ob sie es selbst nicht genau wusste, oder mich schonen wollte ist egal. Ich habe es so angenommen und nicht nachgebohrt. Mir wurde aber immer mehr klar wie begrenzt unsere Zeit war.&nbsp;</span></p>
<p>Ende Oktober, an einem Montag musste sie dann ins Krankenhaus, weil sie kaum Luft bekam. Das dies ihre letzten Tage waren ahnte ich nicht, wollte es auch nicht. Auch ich hatte Hoffnung. Am Abend bin ich direkt ins Krankenhaus gefahren um sie zu sehen und es ging ihr nicht gut. Im ersten Moment als ich das Zimmer betrat dachte ich dort liegt meine Oma und nicht meine Mutter. Der Anblick hat mich tief getroffen. Meine Familie war schon da und sie saß auf dem Bett ihren Kopf auf ein Kissen auf dem Schoss meines Vaters gebettet. Mein Vater wich keinen Schritt von Ihrer Seite, über Tage. Auch am Dienstag habe ich sie im Krankenhaus besucht.</p>
<p>Am Mittwoch sah es dann schon besser aus. Es ging ihr ganz gut, kein Husten und Späße konnte sie auch machen. Beim nächsten Besuch sollte ich ihr Lieblingslied mitbringen &#8222;Somewhere over the rainbow&#8220;. Wir hatten auch eine Stunde für uns alleine. Sie sprach darüber was sie sich wünscht, wenn sie nicht mehr da ist. Da es ihr an diesem Tag so gut ging wollte ich dieses Gespräch eigentlich nicht führen, aber sie ließ sich nicht abbringen. Wenn es ihr nicht so gut gegangen wäre, hätte ich dieses Gespräch als ein Vorzeichen gesehen. Es ging ihr aber gut, so gut wie lange nicht mehr. Am Montag sollte sie verlegt werden um die Behandlung wieder aufzunehmen. Es war ein schöner Tag und ich fuhr etwas beruhigter Heim.</p>
<p>Am nächsten Morgen um 6:30 klingelte mein Telefon. Mein Vater war dran und sagt mir unter tränen, dass meine Mutter gerade gestorben ist. Ich konnte es nicht glauben, es sah doch wieder besser aus. Im Halbschlaf und unter tränen kam nur ein &#8222;Oh nein&#8220; über meine Lippen.</p>
<p>Dann kamen Tage in denen wir ständig Entscheidungen treffen mussten. Entscheidungen die man nicht treffen möchte. Es begann am Nachmittag im Krankenhaus. Möchtest Du sie noch einmal sehen? Nein, wollte ich nicht. Mein letztes Bild ist der Mittwoch, der Tag an dem es doch so gut aussah. Wo wir die Weihnachtszeit geplant habe. Wir waren uns an ihrem letzten Tag so nah wie nie zuvor. In diesem Moment gab es keine offenen Baustellen mehr in unserem Leben. Wir waren versöhnt.</p>
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