Begegnung, Kolonialismus, Rassismus: Rudolf Duala Manga Bell (1873–1914) und Deutschland.

Wann

13. März 2024    
18:00 – 21:00

Wo

Maximilianstraße 42 80538 München, Germany
Maximilianstraße 42 80538 München, Germany

Podiumsdiskussion mit Jean-Pierre Félix-Eyoum, Dr. Stefan Eisenhofer und PD Dr. Richard Hölzl anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2024

König Rudolf Duala Manga Bell wurde vor 110 Jahren von Vertretern der deutschen Kolonialverwaltung erhängt. Ihm wurde Hochverrat vorgeworfen. Dabei hatte er sich nur für die Rechte der Kamerunerinnen und Kameruner eingesetzt. Duala Manga Bell war ein kultureller Vermittler zwischen Deutschland und Kamerun gewesen. Als Jugendlicher hatte er viele Jahre in Deutschland verbracht und sprach ausgezeichnet Deutsch.
Er war eine einnehmende Persönlichkeit mit guten Kontakten in der deutschen Öffentlichkeit. Das machte ihn in den Augen der Kolonialbehörden besonders gefährlich. Man traute ihm zu, in Deutschland Gehör zu finden, wenn er Gerechtigkeit forderte. Schon Zeitgenossen sprachen von einem »Justizmord«.

Sein Großneffe, Jean-Pierre Félix Eyoum, ist Deutscher und Kameruner. Er setzt sich seit vielen Jahren für eine Rehabilitierung Rudolf Duala Manga Bells ein. In Ulm, Aalen und Berlin wurden mittlerweile Plätze und Straßen nach Duala Manga Bell benannt.

Dr. Stefan Eisenhofer, Kurator der Abteilungen Subsahara-Afrika und Nordamerika am Museum Fünf Kontinente, und PD Dr. Richard Hölzl, Provenienzforscher am Museum Fünf Kontinente, sprechen mit Jean-Pierre Félix-Eyoum über Duala Manga Bell, über Rassismus, Kolonialismus und über die Chancen kultureller Vermittlung zwischen Kamerun und Deutschland.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

https://www.facebook.com/events/740957010975766/