A Million Mercies: Electrictric — Ein Hausmusik-Familienabend

Wann

11. Mai 2024    
18:00 – 21:00

Wo

Münchner Kammerspiele
Münchner Kammerspiele

Was ist Hausmusik? Per Definition ist sie eine musikalische Zusammenkunft der Familie, ein Ritual und eine gemeinschaftliche Erfahrung. Wenn wir Musikverrückte aus München bis tief ins bayerische Hinterland fragen, kommt eine andere Antwort: Hausmusik — das ist ein legendäres Plattenlabel, ein Mailorder, eine Künstler*innenvereinigung, eine kreative Explosion, ein musikalisches Lebensgefühl, ein dickes Stück der eigenen Jugend oder der Inbegriff von Subkultur. Für Andere ist Hausmusik ein Musikvertrieb, der irgendwann pleite ging — ja, was denn nun? Die Hausmusik, von der wir heute sprechen ist all das in vier Phasen. Ihre turbulente Geschichte beginnt im Jahr 1991 und endet mehrmals. Und doch ist Hausmusik noch da. Immer wieder — und das feiern wir heute mit ‘A Million Mercies’ von Hausmusik-Gründer Wolfgang Petters. Dieses Projekt ist eine der Keimzellen des Labels. Eigentlich als Solo-Projekt gedacht, kam es bei Aufnahmen und Konzerten immer wieder zur Zusammenarbeit mit Musiker*innen aus den unterschiedlichsten Winkeln. Schubladisierbares kam dabei selten heraus. Lieber frönten sie der Vielfalt der Formen.

Für die Präsentation des Albums ‘Electrictric’ wächst das Projekt zu einem 13-köpfigen Ensemble an, es ist sozusagen eine Art Familientreffen, der aktuellen Hausmusiker*innen. Im gegenwärtigen Gefäß des Ensembles stecken Bands wie die Moulinettes, Sound of Money, Tied and Tickled Trio, Hochzeitskapelle, Carlo Fashion, Fred is dead und viele mehr. Dazu kommen ewige Begleiter wie der Schriftsteller Franz Dobler oder der Landsberger Filmemacher Ricardo Molina — und immer wieder auch neue Familienmitglieder. Ein Familienfest der besseren Sorte wird das!

Und das dreht sich um ein Konzeptalbum, das hier aufgeführt wird. ‘Electrictric’ handelt vom Schlaf. Es geht um das Träumen, das Albträumen oder das Nicht-schlafen-können und auch um den ewigen Schlaf. Musikalisch wandelt das Werk elegant an den Grenzen von Song, Jazz, Kammermusik und Klangexperimenten entlang. Gesungen wird in deutscher und englischer Sprache.

Die Aufführung von Electrictric ist wie ein Theaterstück angelegt und fasst unterschiedliche Darbietungsformen zusammen. Lesung, Musik und Filmeinspielungen gehen ineinander über, lösen sich ab und auf oder öffnen neue Türen.

Bariton Horn: Andreas Kästle
Schlagwerk: Carl Oesterheldt
Kontrabass: Christian Auer
Gitarre, Gesang: Claudia Kaiser
Stimme: Franz Dobler
Gesang, Percussion: Kiki Wossagk
Geige, Mundharmonika: Martin Lickleder
Posaune: Mathias Götz
Percussion:, Ngoni Moussa Lô
Filme: Ricardo Molina
Bassklarinette, Barritonsaxophon: Stefan Schreiber
Bratsche, Gesang: Ulrike Glinsböckel
Gesang, Gitarre: Wolfgang Petters

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