Wolf Mountains – Milla München

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Starts in 2 Months, 9 Days

29. März 2018 20:00 - 23:30

Milla – Live Club

Holzstraße 28

Präsentiert von ByteFM & OxFanzine

Aus dem tiefsten Untergrund von Stuttgart kommen Wolf Mountains. Die drei Slacker Reinhold Emerson (Mosquito Ego), Kevin Kuhn (Die Nerven, Karies) und Thomas Zehnle (All Diese Gewalt, Levin Goes Lightly) zelebrieren seit 2013 einen schroffen, waberigen Sound zwischen Garage Rock, Lo-Fi Punk und Psychedelia, wie manche ihn vielleicht nur von obskuren Compilations vergangener Jahrzehnte kennen, wenn überhaupt. Nach „Birthday Songs For Paul“ (ursprünglich 2014 auf Kassette erschienen, später dann auch als Schallplatte) erschien im September 2017 nun das zweite Album „Superheavvy“ via This Charming Man Records.
Noch viel konsequenter als beim Erstling dringt unter der lärmigen Fassade von „Superheavvy“ die starke Affinität zu catchy Pop-Hooks durch. Der Aggressivität und wirren Verspieltheit kommen immer wieder schnulzige Melodien entgegen. Unbeschwerte Attitüde kreuzt sich mit Düsternis und süßlicher Melancholie, dem Gefühl des letzten Wochenendes der allerletzten Sommerferien. Das Ablegen der Unschuld und Unbedarftheit. Ein „Coming-Of-Age“ Soundtrack. Es gibt Querverweise auf 60er-Jahre Beatgruppen, 80s College Rock und 90er Jahre Slacker-Pop hier und da, aber wer mag sich schon an Genres festhalten. Ob das jetzt Garage Rock ist oder einfach nur ‚ziemlich coole Popmusik‘ soll jemand anderes entscheiden.

Intro
„Die Band überbrückt musikhistorisch mehr als ein halbes Jahrhundert. Surf und Garage werden aufgerufen, dazu Slap-Delay-No-Wave à la Suicide. An manchen Stellen meint man, The Velvet Underground herauszuhören, dann wiederum die Verschmelzung von Indie und Folk, wie sie 1990er hervorbrachten. Reinhold Buhrs flehender und sich selbst in boyischer Ungeübtheit übertreffender Gesang ist schlicht mitreißend und wird durch die dröhnenden Saiteninstrumente und das dynamische Spiel (Kevin) Kuhns konterkariert.“ (Lars Fleischmann)

Rolling Stone
„Der Bandname lingt nach einem weiteren semispannenden Indiefolk-Grüppchen. Doch das, was Die-Nerven-Drummer Kevin Kuhn mit einer Handvoll Musiker aus dem Stuttgarter Unterground zelebriert, verdankt sich dem Post-Punk der Achtziger, lässt aber in keiner Sekunde einen Zweifel daran, dass es sich hier um verhinderte, zerschossene Popmusik handelt. Replacements, Felt, My Bloody Valentine, Violent Femmes, Hüsker Dü, The Gun Club und The Wedding Present sind nicht zu viel der Referenzen. Die Gitarren kratzen über kaputten Rockabilly und schiefe Glam-Hymnen.“ (Max Gösche)

Ox Fanzine
„Wolf Mountains surfen, machen das aber anders als die Bands, die explizit sagen, dass sie Surfmusik machen. „Superheavvy“ groovet erstmal entspannt los. Schnell wird klar, dass sich das hier irgendwo im weiten Feld des Garage Rock bewegt, aber vermutlich eher nichts für beinharte Garage Rock-Traditionalisten ist. Das Stuttgarter Trio geht das sehr vielseitig an. Hier wird ausprobiert, was gefällt, und das ist ziemlich viel. Mich erinnert die Atmosphäre an die eines Italienurlaubs vor ein paar Jahren.“ (Hannes Baral)

TRUST Fanzine
„Statt generischer Posen interessieren sie sich, scheint mir, eher für Zwischentöne, sleazy Atmosphären, die sie nicht sozusagen pennälerhaft abfeiern, denen sie vielmehr nachlauschen, den bittersüßen Gehalt abwägen.“ (stone)