Studientag: Ästhetiken der Reproduktion

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13. September 2017 to 14. September 2017 18:15 - 20:00

Zentralinstitut für Kunstgeschichte München

Katharina-von-Bora-Straße 10

Ästhetiken der Reproduktion
Studientag des Lehrstuhls für Philosophie und Ästhetische Theorie der Akademie der Bildenden Künste, des Museum Brandhorst und des Zentralinstituts für Kunstgeschichte

Mimesis, Wiederholung, Appropriation und Zirkulation, die Reproduktion beschäftigt die Kunst nicht nur im Kontext des Digitalen unter vielen Namen. Im Rahmen eines Studientags (nur für geladene Gäste) und zweier öffentlicher Abendveranstaltungen gehen Kunsthistoriker*innen, Philosoph*innen sowie Künstler*innen den Geschichten und Auslegungen der Reproduktion in der modernen und zeitgenössischen Kunst nach.

Der Studientag des Zentralinstituts für Kunstgeschichte, des Lehrstuhls für Philosophie und ästhetische Theorie der Akademie der Bildenden Künste und des Museum Brandhorst thematisiert diese Fragen im Gespräch vor den Werken in den Ausstellungen „POP PICTURES PEOPLE“ und „Kerstin Brätsch. Innovation“ sowie im Kopiensaal der Sammlung Schack. Im Rahmen des Studientages finden ein öffentlicher Abendvortrag und eine öffentliche Podiumsdiskussion statt.

Mittwoch, 13. September 2017, 18.15 Uhr
Zentralinstitut für Kunstgeschichte, 2. OG, Raum 242

Öffentlicher Abendvortrag
Sebastian Egenhofer: „Leere Körper, leere Räume. Warhols Ästhetik der Absenz“

Warhols programmatische Auslöschung von Subjektivität wurde oft in Zusammenhang mit seiner öffentlichen Persona und mit dem einen Grundzug seiner Arbeit, der Serialisierung der Produktion, untersucht. Der Vortrag konzentriert sich auf die Leere, die diese Auslöschung hinterlässt, und auf die Verfahren ihrer Konturierung und Formung. Vor dem Hintergrund der „drip paintings“ Jackson Pollocks wird der Ausfall des Körpers des Produzenten in den frühen Episkop-gestützten Comic-Bildern Warhols analysiert. Ein Ausblick auf Werbeanzeigen für die Schuhfirma I. Miller & Sons macht die ökonomische Bestimmung der Leere als die abstrakte Wertsubstanz sichtbar. Der Blick auf Warhols „advertisement paintings“ von 1961 weist ihre Einschreibung ins Register der sexuellen Differenz auf. Die Analyse einiger Siebdruckgemälde zeigt, wie die Leere selbst zum paradoxen Körper wird, der mit dem Warenfetisch des Gemäldes verschmilzt.

Donnerstag, 14. September 2017, 18.30 Uhr
Ort: Museum Brandhorst, Foyer

Öffentliche Podiumsdiskussion
Moderation Prof. Dr. Julia Gelshorn

Im Rahmen der Podiumsdiskussion am Abend des 14. September werden die Ergebnisse des Studientags gebündelt und gemeinsam mit den Teilnehmer*innen und Besucher*innen diskutiert.

Teilnehmer*innen: Matteo Burioni, Sebastian Egenhofer, Patrizia Dander, Julia Gelshorn, Franz Hefele, Thomas Hilgers, Achim Hochdörfer, Marco Jalla, Oliver Kase, Marietta Kesting, Hubertus Kohle, Tonio Kröner, Matthias Krüger, Marisa Mandabach, Inka Meißner, Thomas Moser, Matthias Mühling, Maria Muhle, Petra Lange-Berndt, Gregor M. Langfeld, Julia Pfeiffer, Ulrich Pfisterer, Wolfram Pichler, Regine Prange, Dietmar Rübel, Wilma Scheschonk, Martin Schmidl, Christian Spies, Daniela Stöppe, Franziska Stöhr, Kerstin Thomas, Annette Tietenberg, Vera Tollmann, Kia Vahland, Tobias Vogt, Sabine Weingartner, David Weber, Stephanie Weber, Katrina Weissenborn, Tanja Widmann, Susanne Witzgall

Weitere Informationen: http://www.zikg.eu/veranstaltungen/2017/aesthetiken-der-reproduktion