Statistensuche: Helena Waldmann „Gute Pässe Schlechte Pässe“

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12. September 2017 to 13. September 2017 18:30 - 22:00

Muffathalle

Zellstraße 4

Hast DU Lust im Stück „Gute Pässe Schlechte Pässe“ von Helena Waldmann als Statist mitzuwirken?

Dann schicke mir deine Bewerbung mit kurzen Lebenlauf und Foto zu: m.wurm@tanzbueromuenchen.de!
Mehr Informationen zum Stück und zu den Statisten findet ihr im Fließtext. Bitte auch mit anderen Interessierten teilen!

ZUM STÜCK:

Helena Waldmann ist Weltreisende in Sachen Tanz: Sogar gemessen an den Standards einer durch und durch international arbeitenden Szene dürfte ihr Aktionsradius kaum zu übertreffen sein. An der Schnittstelle von Regie und Choreographie produziert, tourt und engagiert sich Helena Waldmann seit vielen Jahren weltweit – vom Nahen Osten über Lateinamerika bis nach Asien und Afrika.

In Gute Pässe Schlechte Pässe lotet Waldmann ein Thema aus, das unsere Gesellschaft derzeit bewegt wie kaum ein anderes – Grenzen: „Warum kann ich mich mit meinem guten deutschen Pass völlig ungehindert in 178 Ländern bewegen?“, fragt Waldmann, „und warum haben Menschen aus ärmeren Ländern diese Bewegungsfreiheit nicht?“ Die Antwort: „Je kreditfähiger ein Staat ist, desto akzeptierter ist sein Pass.“ So einfach ist das. Klar ist aber auch: Wo immer wir uns als Mitglieder einer bestimmten Gruppe definieren, grenzen wir andere aus. Dieser Mechanismus ist so tief in uns verwurzelt, dass er uns wie selbstverständlich erscheint. Man sagt: Eine feste Identität verleiht Halt und Orientierung. Das Fremde, das Unbekannte bleibt auf Abstand. Gleichzeitig sehnen wir uns danach, Grenzen zu überwinden, sie aufzubrechen, um Neues zu entdecken. Aber es scheint so, dass wir zunehmend bereit sind, unsere Freiheit ganz dem Bedürfnis nach Sicherheit unterzuordnen. Wollen wir das wirklich?

Waldmanns Protagonisten: dreißig Menschen – Tänzer und Akrobaten, Mauerbauer und Mauerschauer, Hiesige und Fremde. Auch wenn die Bühne sie eint, entstehen verschiedene Lager, verhärten sich die Fronten. Immer neue menschliche Demarkationslinien bilden sich, zwischen Tänzern und Akrobaten, aber auch ganz persönlich in unseren Köpfen.

STATIST bzw. Mauerbauer:

Die Mauerleute sind während der gesamten Dauer des Stücks auf der Bühne (ca. 60 Minuten).

Mal sind die Mauerleute Teil der Gesamtgruppe (4 Tänzer, 3 Akrobaten, 20 Mauerleute) und bauen den Fahnenmast der Nation auf (Chinese pole), mal sind sie Figuren in tableau vivants (US War Memorial + Goya „Die Erschießung der Aufständischen“+ „Kreuzabnahme Christi“), mal splitten sie sich in vier 5er-Gruppen, um den Chinese Pole in Balance zu halten, an dem pole acts der Akrobaten stattfinden, mal sind sie eine fest geschlossene Mauer, mal eine sich drehende Mauer, mal eine durchdrehende Mauer, die auseinander bricht.
Die Mauerleute tanzen in dieser Vorstellung nicht.

ALTER:

Repräsentativer Querschnitt unserer Gesellschaft 21-70 Jahre (Kinder können leider nicht teilnehmen).

ZEITRAUM
12.9. Probentag von 18.30 – 22.00 Uhr
13.9. Vorstellungstag circa 17.30 – 22.00 Uhr

Die Teilnahme wird nicht vergütet.

Foto: Andreas J.Etter

Tanzregie, Bühne & Konzept: Helena Waldmann
Musik: Mika Vainio, Arne Deforce, Jean-Philippe Rameau, Richard Wagner
Dramaturgie & musikalisches Konzept: Tobias Staab
Licht: Herbert Cybulska
Kostüme: Judith Adam
Probenleitung: Johanna Hwang
On Stage: Sara Enrich Bertran, Antonia Modersohn, Enrico Paglialunga, Tjorm Palmer, Lysandre Coutu-Sauvé, Declan Whitaker, Carlos Zaspel & 22 freiwillige Mauerbauer

Eine Produktion von Helena Waldmann und ecotopia dance productions.
In Koproduktion mit Theater im Pfalzbau Ludwigshafen (D), Hessisches Staatsballett im Rahmen von Tanzplattform Rhein-Main, ein Projekt des Hessischen Staatsballetts im Staatstheater Darmstadt und Hessisches Staatstheater Wiesbaden und Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt (D), Les Théâtres de la Ville de Luxembourg (L), Colours International Dance Festival Stuttgart (D), Kaserne Basel (CH), Kurtheater Baden (CH), Forum Freies Theater Düsseldorf (D), Tafelhalle Nürnberg (D) gefördert durch den Fachausschuss Tanz und Theater BS/BL

Access To Dance wird ermöglicht durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und den Bezirk Oberbayern.

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE
PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.