Religion kontrovers: Gottesentzug

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12. Oktober 2017 19:30

Gartensaal des Prinzregententheaters

Wolfgang Borcherts DRAUSSEN VOR DER TÜR, erarbeitet und gespielt von den Studierenden des Studiengangs Schauspiel Nora Schulte, Philip Lemke und Philipp Rosenthal, handelt von einer zerfallenden Welt, in der Gott nur noch ohnmächtig auf seine Schöpfung blicken kann. Erstmals ist diese vielgelobte Aufführung nun nach der Premierenserie im Metropoltheater München öffentlich an der Theaterakademie zu sehen. „Was Wolfgang Borchert seinerzeit an authentischer Leiderfahrung und an zorniger Resignation in wuchtigen Expressionismus gehämmert hat, wird hier in nur einer Stunde hoch verdichtet zu einer zeitlosen Anklage einer Jugend im wehrtauglichen Alter“, schrieb die Abendzeitung zur Premiere im Juli.

Im Anschluss an die Aufführung diskutieren die Religionswissenschaftlerin Prof. Dr. Anne Koch und der Theologe Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel gemeinsam mit Prof. Dr. Michael von Brück, ob Gott für das Alltagsleben unserer Gesellschaft noch prägend sein kann.

Religionen sind auf dem Vormarsch. Weltweit. Christliche und islamische Parolen munitionieren politisch agressive Bewegungen. Hindu-Nationalisten wiegeln das Milliardenvolk gegen die seit Jahrhunderten in Indien ansässigen anderen Religionen auf. Aber ist das Geheimnis der Welt überhaupt denkbar, erlebbar, oder entzieht es sich menschlichem Verstehen prinzipiell? Wie können wir leben in einer Welt, da alles möglich scheint und Grenzen – begriffliche, ästhetische, geographische – hinweggefegt werden?

Karten: € 10,- / erm. € 5,-