Razzia | Feierwerk München

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3. März 2018 20:00 - 23:59

Feierwerk

Hansastr. 39-41

RAZZIA – Die Band Fanpage [Punk-Rock, Punk, Rock | Hamburg]
+ Der Rest [Postpunk, Alternative, Folk | Hamburg]

Konzertlocation: HANSA 39
Einlass: 20:00 Uhr | Beginn: 20:30 Uhr
VVK: 15 Euro zzgl. Gebühr | AK: 18 Euro

Mehr Infos zu den Bands:
RAZZIA
Rajas Thiele, Frank Endlich, Sören Callsen, Bernhard Waack, Peter und Andreas Siegler, die sogenannte Urbesetzung, hatten sich immer wieder unregelmäßig getroffen und freundschaftlichen Kontakt gehalten. Im Jahr 2008 reifte der Gedanke zum 30-jährigen Gründungsjubiläum der Band RAZZIA einmalig ein Konzert mit geladenen Gästen, also eine Party, zu veranstalten und dafür wieder zu den Instrumenten zu greifen. Dafür wurde unregelmäßig geübt. Schnell stellte sich heraus, dass es allen sehr viel Spaß bereitete, zusammen Musik zu machen. Allerdings wurde auch klar, das Peter krankheitsbedingt nicht mehr fit genug war, um Schlagzeug zu spielen. Er übergab die Drumsticks abermals Arne Brix. Die Party fand trotzdem nicht statt. Dafür aber einige gut besuchte Auftritte im Ruhrgebiet, in Niedersachsen, Hamburg und Berlin. Seit 2011 arbeitet RAZZIA mit dem Hamburger Colturschock-Label zusammen, dass seinen Standort in einem kleinen Klamottenladen in der traditionsschwangeren Markstraße hat. So konnten nicht nur die lange vergriffenen vier Alben der Originalbesetzung – „Ausflug mit Franziska“, „Menschen zu Wasser“, „Spuren“ und „Live“ -, die von 1985 bis 1992 auf dem eigenen Label TRITON erschienen waren, neu veröffentlicht werden, sondern auch die ersten zwei Teile der „Rest Of“-Triologie produziert werden. Das Konzept dieser Alben ist die Verwertung Hunderter Audio-Kasetten die mit einem Alter von bis zu 40 Jahren, ihr Verfallsdatum lange überschritten hatten und kurz davor waren unbrauchbar zu werden. Es wurden viele unveröffentlichte Titel, aus Übungsräumen, Studios sowie von Live-Auftritten digitalisiert und somit gerettet, wobei die Soundqualität – wie schon der Name sagt – nicht heutigen Studio-Standards entsprechen kann. Trotzdem wurde bei der Nachbearbeitung der Stücke und beim Artwork viel Mühe und Zeit investiert, so dass das Ergebnis völlig akzeptabel ist. Überhaupt ist die Zusammenarbeit mit Colturschock davon geprägt, dass auch der Sound und das Artwork der vorliegenden alten Alben, wenn notwendig, immer mit viel Einsatz verbessert wurden. Zum Beispiel wurden die „Menschen zu Wasser“ und die „Spuren“ neu gemastert und auch das etwas abseitige Cover der „Spuren“ konnte endlich verändert werden. Arne musste im Jahr 2013 aufgrund akuten Zeitmangels die Band verlassen und tauschte seinen Platz mit Joachim Bernstorff, bevor dann Sören Callsen aus persönlichen Motiven, seinen Bass an den Nagel hängte. Er wurde durch Peter Siegler ersetzt. Die Zielsetzung hatte sich bereits vorher geändert: Ein neues Album! Das neue Album erscheint 2018 – diverse Gigs sind geplant. Während der ersten Sessions zu dem neuen Album gab es musikalische und persönliche Differenzen, wegen denen Keyboarder Bernhard Waack RAZZIA 2016 verließ.

DER REST
Das lauteste Trio seit „Motörhead“, die unterhaltsamste Chose seit „James Last“ und die bittersten Erkenntnisse nach „Discharge“ und „Napalm Death“ – es kehrt alles zurück! DER REST bietet „Therapie für Alle“ an Phil Taraz besorgte „es“ kurzerhand dem Rest – der Welt: „Willkommen im Café Elend“ war noch halbwegs nett gemeint, doch bei 10 Lieder für Freunde, dem Folgealbum, blieb so manchem Checker das Lachen im Orkus stecken. Nun gibt es Therapie für alle! – fernab der Larmoyanz, die auf dem Vorgänger noch die Nähe zu den Fliehenden Stürmen oder EA 80 vermuten ließ. Und ganz weit weg vom Selbstgenügsamen einer Biographie, die auf Anerkennung des veräußerten Schicksals pocht. Abgespeckt, direkt und mit dem Sinn des Großen und Ganzen versehen, gehen Phil Taraz, Jeannine Max und der Drummer Alex Klauk mit Therapie für alle! – aufs Ganze. Während Zeilen wie diese hier entstehen, die beschreiben, was es zu hören und – in gebührender, ja legendärer Lautstärke – zu vereinnahmen gilt, werden weltweit zahllose Mitmenschen zu Tode gequält. Ein Titel wie „Die Festung“ versucht, dem Rechnung zu tragen. Ein desaströses Unterfangen. Und weiter im Text, der sich am Ruch des Lebens mehr als nur gerieben hat: Sei es der salbungsvolle Opener „Deine Seele ist mein Bett“, der widrige „Wald“, das garstig ehrliche „Was wenn nicht“ oder die Emphase des „Lass uns tanzen“ – glücklich mag sich schätzen, wer auf „Ich liebe dich“ gut kommt. Was bleibt ist DER REST: Hochgradig aktuell, nostalgisch desillusioniert, am Ende, am Anfang – vom Ende. Menschen mit schwachen Nerven, Herzschlaginsuffizienz oder Schwangerschaft sei dringend von DER REST abgeraten. Suizid, Infarkt und unwillentlicher Abortus wären der Preis einer Nichtbeachtung dieses freigeistigen Hinweises. Auf der Kehrseite der Medaille findet man hier eine Lebensfreude und eine Energie die sich auf den richtigen Zuhörer wie ein wahres Geschenk auswirkt.