Jazzfest München 15.12.17

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15. Dezember 2017 to 16. Dezember 2017 20:00 - 00:00

JAZZFEST MÜNCHEN // 06., 08. & 14.-16. Dezember 2017

20.00 ENjI GROUP
mongolian song mit freundlicher Empfehlung der HMT München

21.30 Andreas Dombert SOLO – minimal

22.30 Panzerballett – x-mas death jazz

ENJI GROUP

Enkhjargal Erkhembayar (voice), Julian Schmidt (piano), Nils Kugelmann, (bass), Zithong Xu (drums), Moritz Stahl (Sax)

Wie kaum ein anderes Land verkörpert die Mongolei heute den Zusammenprall von Vergangenheit und Zukunft. Jahrtausendalte Traditionen kämpfen mit der unaufhaltsamen Globalisierung um die Deutungshoheit in einem sich rasant wandelnden Land.
Wenn Enkhjargal Erkhembayar an das Mikrofon tritt, meistert sie diesen scheinbaren Spagat spielend. 1991 in Ulan Bator geboren, gehört sie zu jener jungen Generation mongolischer Musiker, die ihre musikalische Heimat sowohl in den melancholischen, weiten Melodien ihrer nomadischen Ahnen als auch in solch jungem Genre wie Jazz und Blues finden. Damit bewegt sie sich weit außerhalb gängiger Archetypen beliebter Weltmusik-klischees. Enkhjargal E. absolvierte zunächst eine Ausbildung als Musikpädagogin bevor sich ganz und gar ihrer Karriere als Musikerin widmete.V

ANDREAS DOMBERT

Andreas Dombert (e-gitarre)

Der Gitarrist Andreas Dombert (*1979) ist ein Klangfarben-Maler und Ton-Poet. Mit seinen Minimal-Music-Kompositionen betritt er Neuland und entlockt der Gitarre bislang unerhörte Klänge. Dabei schöpft er aus einer musikalischen Tiefe, die das Publikum in ihren Bann zieht und ganz unmittelbar anspricht. Musikalische Prozesse, die sich extrem langsam verändern, bescheren dem Zuhörer ein neuartiges Gefühl: ein „Überangebot“ an Zeit. Welch ein Segen in einer immer hektischer werdenden Welt!

PANZERBALLETT

Jan Zehrfeld (Gitarre)
Joe Doblhofer (Gitarre)
Alexander von Hagke (Saxophon)
Heiko Jung (Bass)
Sebastian Lanser (Schlagzeug)

Wie schön wäre Weihnachten – ohne Weihnachten. Was wie eine Utopie kultureller Romantik scheinen mag, haben die deutsch-österreichischen Chef-Avantgardisten von Panzerballett für die konzeptionelle Ausrichtung ihres neuen Langspielers „X-Mas Death Jazz“ genutzt.
Zu lange schon verkümmert das Fest der Liebe zwischen nett gemeinten „frohe Weihnachten“ und Geschenken, die man besser gleich wieder verschwinden lässt! Doch Panzerballett bieten nun eine Lösung für dieses Dilemma an. „Verkrasste“ Weihnachtslieder.

Auf ihrem neuen Album „X-Mas Death Jazz“ wird sich diesmal allseits bekanntem Weihnachtsliedguts aus dem In- und Ausland bedient, darunter „White Christmas“, „Leise rieselt der Schnee“ oder „Last Christmas“, um im Vergleich zum Original jenseits der grundlegenden Tonfolgen keinen Stein auf dem anderen zu lassen.
Wie schon in der Vergangenheit wenden die Süddeutschen das selbst perfektionierte Konzept der „Verkrassung“ an und schaffen so Jazz-Metal-Monster, in denen technische Wucht auf
warme Luftigkeit trifft. Das virtuose Spiel von Jan Zehrfeld (Gitarre), Joe Doblhofer (Gitarre), Alexander von Hagke (Saxophon), Heiko Jung (Bass) und Sebastian Lanser (Schlagzeug) tut das Seine dazu, um Musik entstehen zu lassen, die unwahrscheinlich viel Spaß macht.

Die Tour zum Album wird in mehrerlei HInsicht besonders: Sie kann selbstverständlich nur zur Weihnachtszeit stattfinden, und die Band wird live sogar verstärkt durch einen dritten Gitarristen: Rafael Trujillo (Obscura) sorgt dafür, dass die Musik in ihrem diesmal besonderen Facettenreichtum möglichst druckvoll auf die Bühne gebracht wird.

Durch diese Weihnachtssongs lächelt Panzerballett den Hörer freundlich an, um
ihn danach mit auf einen vermeintlichen Höllenritt durch das nehmen, was kurz zuvor noch die „stille Zeit“ war. „X-Mas Death Jazz“ lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen:
Hurra, entweihnachtetes Weihnachten!

J.I.M. (Jazzmusiker Initiative München) in Kooperation mit Bantu Music Booking und Unit Records