Eröffnung der Ausstellung „Shift“ von Paul Schwer

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22. Februar 2018 19:00 - 21:00

Galerie Karl Pfefferle

Reichenbachstrasse 47-49

Eröffnung: 22. Februar 2018, 19 bis 21 Uhr.
Einführung um 20 Uhr: Karl Pfefferle

PAUL SCHWER: SHIFT

Paul Schwer ist ein umtriebiger Mensch, er ist immer für Überraschungen gut. So auch sicher für seine Familie, als er sich nach einigen Jahren als praktizierender Arzt entschloss, ein Kunststudium zu beginnen. Erwin Heerich an der Düsseldorfer Akademie wählte er sich zum Lehrer, diesen strengsten unter den Strengen. Von 1981 bis 1988 war er sein Meisterschüler.

Paul Schwer begriff sich immer als Maler. Nach einer kurzen Anfangsphase des Gegenständlichen beschäftigte ihn mehr und mehr der freie, farbige Pinselduktus im Raum. Als Stipendiat bei der Degussa in Shanghai kam er durch das dort hergestellte Acrylglas dieser Idee, die Malerei in der Fläche ins Räumliche zu übertragen, plötzlich sehr nah. Er bemalte mit großen Pinselschwüngen Acrylplatten und der Schritt zu den für ihn typischen „Baozis“ war nicht mehr weit: Er erhitzte die von ihm bemalten Platten, verdrehte sie und brachte sie so in verschlungene Formen, die beim Erkalten erstarrten.
Er nannte sie „Baozis“. So sind ihm vielfältige Formen bis zu mannshohen Skulpturen möglich, die wegen ihrer sehr gestisch bemalten Oberfläche unterschiedlichste Erscheinungen hervorbringen. Auch das Innen und Außen von Skulpturen kann er mit dieser Technik thematisieren.

„Shift“, der Titel der Ausstellung, bezieht sich auf die ständige Wandlung der Erscheinungsform seiner Werke, von der Wand in den Raum (und zurück), von der Verflüssigung des Acryl Materials zu dessen Erstarren.

Wie auf der Abbildung zu sehen ist, weicht bei den neueren Arbeiten von Paul Schwer die bisherige Formgebung durch Verformung von Platten einer Verschmelzung des Materials, das mehr an das „Einfrieren“ von Flüssigem denken lässt. Durch den Einsatz von Neonröhren, die die Skulpturen durchdringen, sind viele Assoziationen möglich: Reflexionen und Spiegelungen in fließendem Wasser, in Wasserfällen, Lavaströmen, Geysiren und Fontänen.

Der ständige Entwicklungsprozess von Paul Schwer’s plastischer Arbeit macht neugierig. Schritt für Schritt geht er neue Wege und hält uns, die Betrachter, in fließender Spannung.

Karl Pfefferle

Abbildung (Detail):
Paul Schwer
01 – 11/17, 2017
PET-G, Leuchtstoffröhre
103 x 55 x 45 cm
SCHW 199

Kontakt für weitere Informationen, Rückfragen sowie zusätzliches Bildmaterial:
Dr. Zuzana Bilova, zuzana.bilova@gkpf.de, Tel.:+49 89 297 969, Fax: +49 89 291 3571