Erdmöbel – Record Release / Eric Pfeil

More

3. Mai 2018 19:30 - 23:00

Milla – Live Club

Holzstraße 28

Erdmöbel – Hinweise zum Gebrauch-Tour 2018

Nach fast fünf Jahren gibt es von Erdmöbel endlich wieder ein richtig neues Album: „Hinweise zum Gebrauch“. Und ihre neue Platte – mit dem überraschenden Obama-Cover – ist ein großer Wurf ins Jahr 2018.

10 ziemlich unterschiedliche Songs: Melodien und Poesie, wie man sie von Erdmöbel und von Texter Markus Berges kennt und liebt, aber mit ungewohnt politischen und gesellschaftskritischen Inhalten. Natürlich bei Erdmöbel immer ohne Parolen.
Auch die Musik stellt Leichtes neben Sperriges, und oft verzahnt es sich, und dann fragt man sich gelegentlich, ob man halbwegs Ähnliches jemals zuvor gehört hat. Bei „Tutorial“ zum Beispiel, einer neun Minuten langen Anleitung zum Weinen. Natürlich gehen Erdmöbel damit auf Tour. Und man darf gespannt sein, wie sie ihre Gebrauchshinweise aufführen. Aus der Übung ist die Band jedenfalls ganz und gar nicht, denn jedes Jahr spielen sie in Deutschlands großen Städten ihre ausverkauften Weihnachtskonzerte.

Und so versprechen Erdmöbel auch für ihre Hinweise zum Gebrauch-Tour die allerbeste Unterhaltung:
Große Gefühle, aber ohne doofes Pathos und Kitsch. Zuhören und mitgehen und – machen.
Das heißt mitdenken, mitsingen und -tanzen und von der Konzertparty dann glücklich wieder nach Hause gehen.

Support: Eric Pfeil
Die meisten kennen Eric Pfeil als Autor des preisgekrönten Pop-Tagebuchs, das er für den Rolling Stone schreibt. Dabei ist er eigentlich einer der besten Indie-Songwriter, die in diesem Land herumlaufen. Ein sonderbarer Bastard aus Gisbert zu Knyphausen und Rocko Schamoni.
Er kann seine Zuhörer zu Tränen rühren, ihnen einen veritablen Kloß im Hals bescheren und sie zu hysterischen Lachanfällen hinreißen – oft in ein und demselben Song. Wenn Eric Pfeil im dreiteiligen Anzug und mit seiner zweiköpfigen Backingband Die Realität auf der Bühne steht, seine Songs spielt und dazwischen hirnausstülpende Stehgreif-Monologe hält, stellt sich mancherlei Gefühl ein – nur keine Gleichgültigkeit.
Das liegt nicht zuletzt daran, dass Pfeils hochgradig eingängige Songs über depressive Detektive, Erinnerungshotels und Männer, die wie Städte heißen nichts mit dem üblichen waidwunden Geklampfe junger Bart-Barden zu tun hat. Man stelle sich stattdessen vor, The Velvet Underground, Jonathan Richman und Rocko Schamoni hätten sich dazu verabredet, gemeinsam die schönsten Folksongs in deutscher Sprache zu schreiben. Pfeils Songs sind Indie-Pop-Songs im Songwriter-Gewand. Mit Texten, wie man sie so noch nie gehört hat. 2017 veröffentlichte Eric Pfeil sein drittes Werk „13 Wohnzimmer“, das erste Album der Popgeschichte, das live in fremden Wohnzimmern aufgenommen wurde.

***präsentiert von Rolling Stone und taz

03.05.2018 // Einlass: 19:30 // Beginn: 20:30

Tickets 26,70 € zzgl. Geb.