Die goldene Lüge

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Starts in 7 Days, 9 Hours

2. Dezember 2017 19:30 - 22:30

HochX Theater und Live Art

Entenbachstr.37

von Caitlin van der Maas

Uraufführung am Freitag, den 1. Dezember 2017, um 19.30 Uhr im HochX

Weitere Vorstellungen am Samstag, den 2. und Sonntag, den 3. Dezember 2017 um jeweils 19.30 Uhr im HochX

Text und Regie: Caitlin van der Maas
Musik: Tom Smith
Bühne: Caitlin van der Maas, Bettina Pommer
Kostüm: Henriette Müller
Licht: Max Kraußmüller
Produktion: Isabella Wehdanner
Hospitanz: Sophia Kaestner
PR: Kathrin Schäfer

Mit: Angelika Krautzberger, Ronja Sophie Putz, Sylvana Seddig, Leni Witzigmann, Stefan Görgner, Wowo Habdank, Yusuf Jabbi, Niclas Jaeger, Helmut Weigl

Eintritt: 18 € / ermäßigt 10 €
Reservierung:
Tel.: 089 / 90 155 102 (Anrufbeantworter)
und unter http://theater-hochx.de/karten.html

Journalismus soll über die Geschehnisse in der Welt berichten. Als Wahrheiten. Theater ist nur eine Interpretation, eine Reflexion des in Wahrheit Geschehenen. Nachgespielt in einem von der realen Welt abgeschotteten schwarzen Kasten. So wie ein Fernseher. Journalismus hat ein Problem damit, als fiktional da zu stehen, obwohl es manchmal kaum zu glauben ist, was geschieht. Theater hat ein Problem damit, eine Wahrheit zu behaupten, weil es nur ein Spiel ist, eine Verabredung. Beide erzählen Geschichten über eine Realität. Das Theater schöpft aus der realen Welt. Der Ursprung der Geschichte ist mit ihr wie mit einer Nabelschnur verbunden. Aber was, wenn man nicht mehr weiß, wer die Mutter der Geschichte ist?

Carl-Friedrich ist Nachrichtensprecher und verwirrt, wenn die Mutter des verschwundenen Kindes, über welches er gerade berichtet hat, sein Fernsehstudio betritt. Er versucht sie zu trösten und fängt eine Affäre mit ihr an. Zu Hause wartet Carl-Friedrichs Frau Andrea. Ihre Tochter Line ist schweigsam und spielt Geige. Während Andrea in einer Boutique ein Kleid sucht, um ihre Schwangerschaft zu vertuschen, passiert ein Überfall. Er ändert alles.

Die Inszenierung ist ein Gedankenspiel über das Weiterreichen von Geschichten und die Frage, ob Realität im Theater geschaffen werden kann.

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München.

Libretto und Text zu „Die goldene Lüge“ wurden durch ein Stipendium des Kulturreferats der Landeshauptstadt München ermöglicht.

Caitlin van der Maas wurde in Amersfoort in den Niederlanden geboren und studierte Regie an der Hochschule für Theater in Amsterdam. Sie arbeitete als Regieassistentin bei Johan Simons an den Münchner Kammerspielen. Seit 2015 ist sie freie Regisseurin und inszenierte unter anderem „Face Me“, eine Solo-Produktion mit Sandra Hüller in einem unterirdischen Schwimmbad und „Korridor“, über Wahrnehmungsveränderungen bei psychisch Kranken in der LMU Klinik in München, sowie die Oper „Cendrillon“ an der Dutch National Oper Academy, Amsterdam und Den Haag. 2015 war sie Stipendiatin an der Akademie der Künste Berlin. 2016 gewann sie mit „Short-lived“, einem Oper-Einakter über Alzheimer den 2. Preis beim Giesinger Kulturpreis.
Ihre letzten Arbeiten waren „rik“, eine Performance/Video und „sonar. folge den gedanken“, eine theatrale Installation im April/Mai 2017 im Kunstverein Pforzheim im Reuchlinhaus. Im Juni 2017 inszenierte sie „Der Besuch der jungen Dame“, eine Performance nach Friedrich Dürrenmatt
in der Ludwig-Thoma-Realschule München, eine Kooperation der Münchner Kammerspiele, der Städt. Ludwig-Thoma-Realschule und TUSCH München.

Foto: András Mezei Walke

Mehr Infos unter:
www.caitlinvandermaas.com