Akademietag: Theater und Kritik

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16. November 2017 19:00 - 21:00

Theaterakademie August Everding

Prinzregentenplatz 12

„Theater und Kritik“ ist das Thema des diesjährigen Akademietages, der zum 20-jährigen Jubiläum des Studiengangs Theater-, Film- und Fernsehkritik an der Theaterakademie August Everding in Kooperation mit der Hochschule für Fernsehen und Film München stattfindet.

Der Eintritt ist kostenlos!

DAS PROGRAMM

Begrüßung
Prof. Hans-Jürgen Drescher, Präsident der Theaterakademie August Everding

Keynote: Fake News im Feuilleton – Über die Subjektivität der Kritik
Prof. C. Bernd Sucher, Leiter des Studiengangs Theater-, Film- und Fernsehkritik

Podiumsdiskussion: Jeder Mensch ist ein Kritiker! – Niedergang oder Demokratisierung der Kritik?
Mit Philipp Bovermann (Absolvent des Studiengangs Theater-, Film- und Fernsehkritik), Anke Dürr (Kulturjournalistin Der Spiegel, Spiegel online), Georg Kasch (nachtkritik.de), Claus Spahn (ehem. Redakteur DIE ZEIT; Chefdramaturg Oper Zürich) und C. Bernd Sucher
Moderation: Christoph Leibold, Bayerischer Rundfunk

Verleihung des C. Bernd Sucher Preises
Prof. Bettina Reitz, Präsidentin der Hochschule für Fernsehen und Film

Am Nachmittag finden HAUSINTERNE Workshops statt:

16.00 Uhr
Akademietheater Ost
Gemeinsamer Start mit Kaffee und Kuchen

16.15 Uhr
Akademietheater Ost
KURZPRÄSENTATION: Die neue interaktive Website der cult:
Clemens Prokop, Autor, Musik- und Opernkritiker

16.45 Uhr
Vier parallel stattfindende Workshops (Anmeldung erforderlich!)
Anmeldung für die Workshops unter inge.schielein@theaterakademie.de

Akademietheater West
WORKSHOP I: Seitenwechsel
Mit Claus Spahn, ehem. Musikredakteur DIE ZEIT, derzeit Chefdramaturg Opernhaus Zürich
Moderation: Leonie Jasper, Studiengang Dramaturgie, und Carolin Werthmann, Studiengang Theater-, Film- und Fernsehkritik

„Ist ein Kritiker glaubwürdiger, wenn er selbst Teil einer Theaterproduktion ist oder war? Wie schreibt eine Kritikerin, wie eine Dramaturgin – über dieselbe Inszenierung? Was, wenn der Kritiker Dramaturg zugleich ist? In unserem Workshop Seitenwechsel kommen wir diesen Fragen auf die Spur! Zusammen mit Claus Spahn, der soeben als Dra¬ma¬turg am Opernhaus Zürich die Produktion Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny in der Inszenierung von Sebastian Baumgarten begleitet hat, diskutieren wir, ob und wie sich durch einen solchen Perspektivwechsel der Blick auf Theater verändert und wie eine Dramaturgin von journalistischen Kompetenzen profitieren kann. Oder eine Journalistin von den Erfahrungen eines Dramaturgen.“ (Leonie Jasper und Carolin Werthmann)

Opernstudio
WORKSHOP II: „Welche Beziehung haben Sie als KünstlerIn zu Ihren Figuren?“ – Vom Umgang mit Interviews und Kritik
Mit KS Prof. Christiane Iven
Interviewfragen und Moderation: Benedikt Mahler, Studiengang Theater-, Film- und Fernsehkritik, und Johannes Lachermeier, Leitung Kommunikation

Wie begegnen KünstlerInnen und JournalistInnen einander im Interview? Was erwarten beide Seiten voneinander? Wie vermeidet man Fettnäpfchen? Und schließlich: Wie geht man als KünstlerIn mit Kritik um?
Eine international renommierte, erfahrene Sängerin, ein angehender Journalist und der künftige Kommunikationschef der Stuttgarter Staatsoper sprechen darüber, wie sich Häuser, KünstlerInnen und JournalistInnen auf Augenhöhe begegnen können.

Akademiestudio
WORKSHOP III: Kritik braucht Kunst. Braucht Kunst Kritik?
Mit Thomas Loibl, Ensemblemitglied am Residenztheater
Moderation: Maximilian Sippenauer, Studiengang Theater-, Film- und Fernsehkritik

Ist der Kritiker nur der Wurmfortsatz des Künstlers? Kann Kritik zurück auf die Kunst wirken? Oder ist Kunst gar selbst eine Form der Kritik und Kritik eine Kunstform? Diese Fragen diskutieren der Theater- und Filmschauspieler Thomas Loibl und der Kultur¬jour-nalist Maximilian Sippenauer. Ein Gespräch über die spannungsgeladene Beziehung zwischen Kunst und Kritik und die Frage, ob das mit Henne und Ei wirklich so eindeutig ist.

Medienraum 1.13
WORKSHOP IV: Kulturkritik und der digitale Wandel
Mit Georg Kasch, freier Kulturjournalist bei Print-, Rundfunk- und Online-Medien, nachtkritik.de
Moderation: Anne Landefeld-Haamann, Studiengang Theater-, Film- und Fernsehkritik

Welche Chancen und Gefahren bietet das Internet? Sowohl für Kritiker*innen wie Theatermacher*innen ist es längst kein #neuland mehr, sondern Arbeitsmittel. Wie präsentiert man sich im Netz? Ist die (anonyme) Kommentierbarkeit das Ende der Einbahnstraße Kritik oder Anarchie im Netz, gar permanente Rufschädigung? Was bedeutet es, wenn Kritiken permanent abrufbar sind – auch für Theater und Künstler*innen? Und welche Strategien gibt es, dem gegenzusteuern?
Im Workshop will nachtkritik.de-Redakteur Georg Kasch anhand von zahlreichen Beispie¬len zeigen, dass sowohl für Kritiker*innen wie für Künstler*innen sinnvoll ist, das Netz nicht als Feind, sondern als Partner zu betrachten – und dabei ein paar Spielregeln zu beachten.