Im Raum mit_ Constantin Luser

Im Raum mit_ Constantin Luser

Das mir der Ausstellungsraum BNKR sehr gut gefällt wissen fleißige Leser meiner Seite schon. Ich finde die Idee einer sich laufend erweiternden Ausstellung extrem spannend. Dazu kommt der Aufruf das gesehene und erlebte im digitalen Raum unter dem Hashtag #imRaummit zu dokumentieren. Das sich so rasant verändernde Internet wird damit zum Fixpunkt.

Ich habe mir daher vorgenommen die gesamte Reihe von Interventionen in meinem Blog zu dokumentieren. (Update 06.06.16: Die weiteren Veranstaltungen werde ich nicht besuchen) Dadurch hat sich auch ein guter Kontakt zum Team des BNKR ergeben. Ich habe mich daher sehr gefreut heute zu einer Preview des morgen startenden 3. Abschnitts zu bekommen. Eigentlich waren mehr Teilnehmer geplant. Durch Terminkonflikte bei den anderen Teilnehmern wurde es ein exklusives Treffen mit Constantin Luser. Ich durfte ihm im Rahmen des Vorbereitung etwas über die Schulter zu schauen. Dabei gab es auch die Gelegenheit etwas mehr über die Entstehung der Werke zu erfahren.

Öffentlich zugänglich ist der neue Ausstellungsteil dann ab dem morgigen Abend. Wer Lust hat, hier findet ihr die Vernissage auf Facebook. Aber auch danach könnt ihr die Werke, wie auch die bisherigen Bestandteile bis zum Ende der Ausstellungsreihe sehen. Kontakt und Öffnungszeiten findet ihr am Ende des Artikels.

Jetzt aber endlich zur Kunst und dem Treffen

 

Der Künstler – Constantin Luser

Constantin Luser stammt aus Graz und ist Jahrgang 1976. Aktuell ist er auch im Rahmen der Eröffnungsausstellung der Kunsthalle arlber1800 und mit „Musik zähmt die Bestie“ im Kunsthaus Graz, zu sehen. Auch in München war er bereits 2014 zu sehen. Er ist also kein Unbekannter, weder in der Kunstszene, noch in München.

Über seine Kunst sagt er selbst: „Ich übersetze Zeichnung in den Raum. Dieses räumliche Vorgehen entsteht aus mit mehreren verschiedenfarbigen Finelinern gleichzeitig gezeichneten Liniengefügen, die ich über die räumlichen Strukturen lege und mit anderen künstlerischen Arbeiten in Bezug setze. Die Zeichnung nimmt den Raum auf, tritt in Dialog mit hängenden Drahtobjekten, die jeweils um die eigene Achse rotieren, und verbindet sich zu einem Bildraum, der die Grenzen eines Bildträgers, einer Wand und des Raums sprengt.“

In der aktuellen Ausstellung sind die Bilder zum Großteil mit Kugelschreiber gezeichnet. Dabei entsteht das jeweilige Bild schrittweise. Es gibt keinen vorherigen Masterplan. Beim Bild im Eingangsbereich hat er nicht nur die Formen seiner Drahtskulpturen in der Zeichnung aufgenommen, auch die im Rahmen der ersten Ausstellung eingesetzten Bodenelemente wurde als Schablone genutzt. Auf dem folgenden Bild könnt ihr die rechteckigen Formen (unten – Rechteck) erkennen.

Zeichnung Constantin Luser

Ich habe Constantin Luser als einen sehr sympathischen und reflektierten Menschen kennen gelernt, der lieber seine Arbeit für sich sprechen lässt. Er sprach offen über die Techniken und das genutzte Material. Auch die Entwicklung in der Arbeit sprach er sehr offen. Die Drahtskulpturen hat er am Anfang mittels Weichlöten verbunden, heute nutzt er das Heißlötverfahren. Die Verbindungen halten dadurch einfach besser. Was sich natürlich auch im Aufwand bei der Instandhaltung der Kunstwerke bemerkbar mache. Auch die Skizzen haben ihren Tribut in der Anzahl der Kugelschreiber gefordert. Kein Problem, beim zweiten Bild wurde einfach vorher geschliffen.

Die Drahtskulpturen entstehen zum großen Teil aufgehängt. Wie er selbst sagt, die gehören aufgehängt und nicht hingestellt. Bei dem gesamten Gespräch hat sich für mich wieder einmal gezeigt wie sehr Handwerk bzw. Beherrschung von Arbeitstechniken Teil der Kunst ist. Wer also jetzt denkt, Draht biegen kann ich auch, dem sei gesagt: Möglich, aber du wirst nicht einmal eine Briefklammer zusammen bekommen. Constantin Luser schafft räumliche Bilder, die aus den verschiedensten Perspektiven Sinn ergeben. Was seine Zeichentechnik der oft verwendeten parallelen Linien angeht ist er aber sehr zurückhaltend. Er wollte es einfach nicht verraten. OK, ist aber auch nicht so wichtig. Das Ergebnis zählt und die entstehenden Effekte sind wirklich klasse.

Mehr mag ich jetzt aber auch nicht verraten. Die Bilder und Objekte leben eh von der Bewegung und der Betrachtungsperspektive. Ihr müsst also selbst in die Ausstellung gehen. Na gut, ein paar Bilder für den Appetit gibt es hier noch.

 

Preview in Bildern

 

Die Vernissage am 21.04.2016

Update vom 22.04.2016

Gestern war die Vernissage und ich habe Constantin von einer ganz anderen Seite als am Vortag erlebt. Die Anspannung der Vorbereitung war gewichen. Er war merklich gelöst und auf eine andere Art noch sympathischer als am Vortag. Auch wenn ich hier ein paar Bilder veröffentliche, die Werke lassen sich nur schwer in Bilder oder Videos einfangen. Die Zeichnungen leben von ihrem Gesamteindruck, der nicht auf ein Foto zu bannen ist. Daher habe ich mich hier für Ausschnitte entschieden, was aber nur einen kleinen Teil erzählt. Ihr solltet euch das einfach vor Ort anschauen. Öffnungszeiten am Ende der Seite. Der Eintritt ist frei. Wer z. B. im Nordteil des Englischen Gartens spazieren möchte startet einfach an der U-Bahn „Alte Heide“, schaut in die Ausstellung und geht dann spazieren.

 

Video einer Drahtskulptur von Constantin Luser

Auch die Drahtskulpturen sind schwer zu erfassen, da je nach Blickwinkel und Bewegung des Objektes ganz neue Bilder entstehen. Einen Versuch habe ich trotzdem gemacht und euch dieses kleine Video von der Vernissage mitgebracht.

 

Weitere Artikel zum BNKR und der Ausstellungsreihe „Im Raum mit_“

Alle Beiträge zu Veranstaltungen im BNKR findest du hier

 

Kontakt zum BNKR

BNKR
Ungererstrasse 158
80805 München
www.bnkr.space

Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag 14.00 – 18.00 Uhr
Führungen (Dienstag und Donnerstag)
nach persönlicher Vereinbarung

 

Nächste Veranstaltungen im BNKR

09.06.2016 – Peter Kogler
14.07.2016 – Christian Falsnaes

 

Gewinnspiel für Kunstfans aus München

Stroke Art Fair – Hier Tageskarte für zwei Personen gewinnen

 

Bilder, soweit nicht anders angegeben: Sascha Walk
Bilder der Preview sind in der Galerie gekennzeichnet und liegen zum großen Teil bei: Constantin Luser / BNKR „Im Raum mit_“, Fotografie Dominik Gigler

Kategorien KUNST

Ich bin Sascha Walk und der Autor – besser gesagt der Urban-Lifestyle-Evangelist hinter Blog in Orange. Diese Bezeichnung leitet sich vom Technologie Evangelist ab. Ich möchte euch die frohe Botschaft des schönen Stadtlebens näherbringen.

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