Christoph Paul Forstner von Bavarian Couture

Bavarian Couture – Das Interview

Heute möchte ich euch ein Label aus dem Raum München vorstellen. Bavarian Couture macht moderne Shirts, Pullover und Hoodies mit bayerischen Einschlag. Das ist gerade total der Trend hier in München. Auf den Shirts findet man neben typisch bayerischen Symbolen auch Sprüchen wie:

  • SCHMUSEN WARAD JETZT SCHEE.
  • LE LAUSBUA.
  • HEID GEHMA MOANG ERST INS BETT.

Gründer Christoph Paul Forstner wird von seiner Schwester Laura unterstütz, die sich um die Designs kümmert. Christoph studiert aktuell noch und befindet sich gerade auf einem Auslandssemester. Das Interview haben wir daher über moderne elektronische Kanäle geführt.

Gefunden bei Kauf Lokal

Ich habe Bavarian Couture im Rahmen der Kauf Lokal Aktion von Hirmer entdeckt. Damals war das Label noch unter dem Namen ivxo unterwegs und gehörte zu der Auswahl meiner Lieblingsmarken der Aktion. Warum sie jetzt Bavarian Couture heissen erzählt Christoph im Interview.

Das Interview

Blog in Orange | Sascha: Hallo Christoph, vielen Dank für dein Zeit. Wir haben jetzt schon einige Zeit Kontakt, ich habe euch noch als ivxo kennen gelernt. Jetzt heisst euer Label Bavarian Couture, was ist da passiert?

Bavarian Couture – Christoph: Servus Sascha. Viele haben uns unter unserem alten Namen kennengelernt. Den mussten wir leider im Frühjahr 2016 abgeben, weil uns ein serbisches Klamottenlabel mit einem ähnlichen Namen verklagen wollte. Vor Gericht hat eben dieses Label dann eine einstweilige Verfügung auf unseren Markennamenamen durchbekommen und wir durften ihn von jetzt auf gleich nicht mehr benutzen und keine Shirts und Pullis mehr mit dem Logo verkaufen. Wir waren erst mal sehr verdutzt und wussten gar nicht, wie es jetzt weiter gehen soll. Dann haben wir uns aber zusammengerissen und eine Woche intensiv am Relaunch und Rebranding gearbeitet. Während dieser Zeit konnten wir glücklicherweise auf unglaublich viel Unterstützung von Fans, Kunden und Freunden bauen, die uns zur Seite gestanden haben. Ob tatkräftig oder durch Treueschwüre und aufbauende Worte, – das war sehr rührend und hat uns sehr geholfen. Nach einer Woche konnten wir mit einem neuen Onlineshop, neuem Logo und neuen Motiven wieder an den Start gehen und Bavarian Couture war geboren.

Sascha: Das bayerische auf euren Produkten ist aber geblieben und wird durch den neuen Namen noch stärker in den Vordergrund gestellt. Ihr macht bayerische Mode jenseits von Dirndl und Lederhose. War das schon am Anfang die Idee, oder hat sich das erst entwickelt.

Christoph: Die Richtung unseres Labels war relativ schnell klar. Unseren Onlineshop gibt es seit Ende 2011 und seit dem Frühjahr 2012 sind unsere Produkte vollständig durch den bayerischen Touch geprägt. Gestartet haben wir damals mit fünf Shirts auf denen englische Sp[nextpage title=“Das Interview Teil 2 | Die Mode in Bildern“]
rüche zu lesen waren und nur einem Shirt mit bayerischen Motiv. Das war „De mim Huad san guad“ und war das einzige, das sich überhaupt verkauft hat. Dann haben wir schnell gemerkt, dass das eh viel authentischer für uns ist und es sowas noch nicht gab, also haben wir unseren Fokus rein auf das Bayerische gesetzt.

Sascha: Mode mit bayerischen Einschlag ist in München gerade ja ein absoluter Trend und es gibt noch ein paar weitere Label die sich hier tummeln. Was macht euch in diesem Umfeld besonders?

Christoph: Besonders macht uns schon mal, dass wir 2011 die allerersten waren, die das mit dem Bayerischen gemacht und sich das getraut haben. Außerdem ist unser Stil auch unverkennbar und sehr authentisch, denke ich. In unseren Motiven und unserer Kommunikation haben wir eine klare Designlinie und wir sind zudem unverstellt und authentisch. Meine Schwester und ich reden selbst bayerisch und leben auch das, was wir vermitteln wollen. Außerdem glaube ich, dass wir ein bisserl witziger, interessanter und charmanter sind als viele andere Marken. Wobei wir uns mit den Meisten anderen Labels sehr gut verstehen, austauschen und auch sehr viele Dinge gut finden, die die Konkurrenz macht. Das ganze Geschäft macht sehr viel Spaß und so bleibt es hoffentlich auch.

Sascha: Euch gibt es ja jetzt schon seit 2011 und eigentlich seit ihr damit kein Startup mehr, sondern ein erwachsenes Unternehmen. Wie siehst du es denn selbst?

Christoph: Die Frage stelle ich mir auch oft selbst und kann sie mir gar nicht genau beantworten. Aber unsere Strukturen sind denen eines Start-Ups immer noch sehr ähnlich. Meine Schwester und ich machen Bavarian Couture immer noch neben unserem Studium und fühlen uns keineswegs wie erfahrene Kaufleute. Wir machen alles sehr intuitiv und ohne großes Abwägen. Das ist einerseits reichlich unprofessionell könnte man sagen, auf der anderen Seite bleiben so unsere Ideen frisch und das Label cool, hoffe ich. Außerdem wollen wir uns nie versteifen und immer unsere Gaudi an der Sache bewahren.

Sascha: Aktuell sind eure Produkte ja eher Ganzjahres-Produkte. Plant ihr zukünftig auch Saisonkollektionen oder Limited Editions?

Christoph: Limitierte Auflagen haben wir schon das ein oder andere Mal gemacht, aber es ist dann immer schwer, das wirklich durchzuziehen. Oft haben wir Shirts sehr limitiert angeboten, dann kamen aber viele Mails von Leuten, die auch noch gerne ein Exemplar haben möchten und das wollen wir eigentlich nicht verwehren, auch wenn das Restriktive für das Image natürlich ganz cool wäre. Aber unsere Kunden, Fans und Followers sind uns sehr wichtig und wir versuchen immer Kundenwünschen so gut es geht nachzukommen – vor allem was die Ware aus unserem Onlineshop angeht. Saisonkollektionen sollen aber auf jeden Fall irgendwann kommen, außerdem planen wir mit ein paar Läden ein paar Spezialkollektionen, die es dann wohl nur für kurze Zeit gibt und nur eben in genau diesen Läden und nicht in unserem Onlineshop. Aber auch solche Geschichten wollen wir sehr klein halten, limitieren wollen wir uns im Allgemeinen nicht zu sehr.

Sascha: Auf was können wir uns dieses Jahr noch freuen?

Christoph: Auf neue Motive, frische Farben, frechere Schnitte und neue bayerische G’schichtn.

Bavarian Couture in Bildern

Extra für den Artikel hatte ich von Bavarian Couture ein paar Produktmuster bekommen. Ich hatte ursprünglich geplant hier zum ersten Mal Bilder von mir zu posten. Leider kam die Namensänderung dazwischen. Daher bekommt ihr hier Bilder zu sehen, die Christoph mir zur Verfügung gestellt hat. Als extra gibt es daher auch ein paar Bilder von der Damenkollektion.

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