- Hurra, wir haben jetzt 50.000 Fans.
- Hab gerade die 6.000 Follower Grenze übersprungen.
Mit einem Gewinnspiel kann ich in kurzer Zeit viele Adressen gewinnen. Dabei sind dann auch Teilnehmer, die nur Gewinnen möchten und gar nicht am Unternehmen und den Produkten interessiert sind. Diese erteilen dann oft auch keine Datenschutz-Einwilligung (Opt-In). Der Wert einer solchen Adresse für das Marketing ist gleich Null. Gewinnspiele können trotzdem sinnvoll sein. Gerade zu Beginn von Facebook Aktivitäten benötigt man eine kritische Masse an Fans. Diese lässt sich am schnellsten über ein Gewinnspiel erzielen. Dabei sollte man sich unbedingt an die Facebook Promotion Guidelines halten. Facebook bietet hierfür eine entsprechende Checkliste an.
Incentivierung
Incentives haben eine ähnliche Wirkung, produzieren aber schon bessere Adressen. Da ein Incentive tatsächlich auch Interessenten aktiviert, die sich ansonsten einfach die Mühe nicht gemacht hätten das Formular auszufüllen, obwohl ein Anfangsinteresse vorhanden ist. Die Qualität hängt hierbei stark vom gewählten Incentive an. Es sollte so gewählt sein, dass der Konsument nicht nur teilnimmt, um das Incentive zu erhalten.
Organische Leads
Die qualitativ hochwertigsten Leads (Interessentenadressen) entstehen aber organisch. Der potentielle Kunde sieht ein Produkt und registriert sich aus einem echten Interesse heraus. Klar sind auch hierbei Nutzer, die nur entferntes Interesse haben. Tendenziell steigt jedoch die Qualität. Klar ist auch, dass hierbei die Anzahl der Leads sinkt.
Fazit
Es ist eine strategische Entscheidung, ob man großen Wert auf eine Masse an Fans oder Followern legt. Natürlich benötigt jeder Kanal ein kritische Masse an Kontakte, um Relevanz zu erreichen, diese kann z. B. auch über Gewinnspiele oder Incentives erreicht werden. Love Brands haben es hier natürlich einfacher. Auf Dauer muss der Betreiber diese Fans aber auch binden. Hierbei sind den Nutzern vor allem Mehrwerte zu bieten. Vor allem der Bereich Kundenservice bietet sich hier an, wie vor allem das Beispiel Telekom-hilft zeigt. Das ist eigentlich nichts Neues, sondern Marketinggrundlage. Die ändern sich auch im Internet und auf sozialen Netzwerken nicht. Es geht immer noch um die Kommunikation mit Menschen. Das Medium verändert dieses grundlegende Verhältnis nicht.
